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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Moritzburg zeigt Werke der «Brücke» PDF Drucken E-Mail
Samstag, 18. September 2010 um 15:42 Uhr

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Die expressionistischen Werke der «Brücke»-Maler waren Anfang des 20. Jahrhunderts ein Novum. Die Kunst war geprägt von starken Farben und Formen. Den Freunden der berühmten Maler ist nun eine Schau in Halle gewidmet.

 

Halle (dpa/sa) - Die Stiftung Moritzburg in Halle zeigt seit Freitag eine neue Ausstellung mit Werken des Expressionismus der berühmten Künstlergruppe «Brücke». Rund 70 Werke sind in der Schau zu sehen. Dazu gehören Holzschnitte, Radierungen, Lithographien und Gemälde, wie das Museum mitteilte. Im Mittelpunkt der Schau unter dem Motto «Brücke sucht Freunde. Die Künstlergruppe und ihre passiven Mitglieder» stehen Werke aus Jahresmappen, auch Jahresgaben genannt. Diese spiegelten in markanter Form die stilistische Entwicklung der Gemeinschaft der «Brücke»-Maler wider. Von 1905 bis 1912 organisierten die Malerfreunde etwa 130 Ausstellungen in Deutschland und darüber hinaus.

 

Die während dieser Zeit herausgegebenen Mappen enthielten druckgrafische Blätter, welche die «Brücke»-Künstler für die passiven Mitglieder der Gruppe als Bonus gefertigt hatten. Dies waren etwa 70 passionierte Kunstfreunde aus Europa, vor allem aus Deutschland, England und der Schweiz. Sie hatten die Aufgabe, die Anliegen der «Brücke»-Maler weiterzutragen, sagte die Direktorin der Stiftung Moritzburg, Katja Schneider.

 

Die expressionistische Künstlergruppe «Brücke» war 1905 in Dresden zunächst von den vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet worden, 1913 löste sie sich auf.

 

Von den Jahresgaben der «Brücke»-Künstler, die in einer Auflage von bis zu 70 Exemplaren gedruckt wurden, gebe es heute nur noch wenige komplette Folgen. Das Berliner Brücke-Museum, die Moritzburg und ein Kunsthändler in Bern in der Schweiz habe Arbeiten davon. Die Werke der Ausstellung in Halle gehören zur Sammlung des Würzburger Unternehmers Hermann Gerlinger, einer der weltweit umfangreichsten mit Werken des Expressionismus. Gerlinger hat seine Sammlung Sachsen- Anhalts Landeskunstmuseum Moritzburg auf Dauer überlassen. «Kernstück meiner Sammlung sind die Jahresmappen der Künstlergruppe Brücke», sagte Gerlinger. Die Schau dauert bis zum 23. Januar 2011.

 

Mit Blick auf die Kritik des Landes an der Haushaltsführung der Stiftung Moritzburg verwies die Direktorin auf eine Sitzung des Stiftungsrates am Montag. Sie geht davon aus, dass dort «eine gute Lösung für die Zukunft» gefunden werde, sagte Schneider. Hintergrund der Kritik sind unter anderem Ungereimtheiten bei der Finanzierung des erfolgten Umbaus des Museums zu einem Zentrum der klassischen Moderne.

 

 

http://www.kunstmuseum-moritzburg.de

 



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