| «Fliegender Teppich» für Hauptstadtflughafen |
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| Samstag, 18. September 2010 um 15:42 Uhr | ||
Schönefeld (dpa/bb) - Ein «fliegender Teppich» über den Schaltern fürs Einchecken, eine leuchtende Kugelkette an einer Fluggastbrücke, in den Boden eingelassene Münzen aus aller Welt: Für den künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld sind erste Kunstobjekte bestimmt worden. Die ausgewählten Entwürfe seien «international Weltklasse», sagte der Preisgerichtsvorsitzende und Direktor der Berliner Nationalgalerie, Udo Kittelmann, am Freitag in Schönefeld. Die Konzepte von Künstlern aus Deutschland und den USA sollen bis zur Flughafeneröffnung im Juni 2012 realisiert werden. Für Kunst am Bau steht ein Budget von zwei Millionen Euro bereit.
In der großen Terminalhalle für abfliegende Passagiere soll ein 56 mal 42 Meter großer roter «fliegender Teppich» aus Metallgewebe unter der Decke installiert werden. Das Objekt der in Los Angeles lebenden Künstlerin Pae White sei universell lesbar, erläuterte der Direktor des Bonner Kunstmuseums, Stephan Berg, der ebenfalls dem Preisgericht angehörte. Um eine Fluggastbrücke, die auch für den Airbus A380 ausgelegt ist, soll sich eine Kette aus roten und weißen Acrylglaskugeln winden. Die Idee entwickelte der aus Halle/Saale stammende Künstler Olaf Nicolai, der in Berlin lebt. Das deutsch-niederländische Duo Oliver Störmer/Cisca Bogman («STOEBO») entwarf einen «Sternenhimmel» aus Münzen für den Boden des Ankunftsbereichs.
Deutlich sichtbar sein soll am Gebäude auch der Namenspate des Flughafens, der frühere Bundeskanzler Willy Brandt. An der Glasfassade des Eingangsbereichs und auch an der Front zum Vorfeld werde der Name «Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt» angebracht, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Im Terminal soll es zudem eine große, mit Fotos versehene Darstellung zum Leben des Friedensnobelpreisträgers geben, das in Abstimmung mit der Willy-Brandt-Stiftung umgesetzt werde.
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