| Schicksal der Schloss-Skulpturen weiter offen |
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| Montag, 20. September 2010 um 06:25 Uhr | ||
Potsdam (dpa/bb) - Das Schicksal von acht Frauen- und Männerskulpturen auf dem Hauptgebäude der Berliner Humboldt- Universität ist weiter offen. Ob die Figuren im Zuge des Wiederaufbaus des Potsdamer Schlosses wieder an ihren historischen Ort zurückgeführt werden können, werde erst im kommenden Jahr entschieden, sagte Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (Linke) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Saskia Ludwig (CDU).
Die Skulpturen zieren seit 1966 als Leihgaben das Universitätsdach. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) habe bereits Gespräche mit der Humboldt-Universität und dem Landesdenkmalamt Berlin geführt. «Dabei sind auch nachvollziehbare konservatorische und denkmalpflegerische Argumente vorgebracht worden, die gegen eine Verbringung der Skulpturen auf den Landtagsneubau sprechen», erklärte Markov. Die Gespräche sollen mit dem neuen Präsidenten der Universität fortgesetzt werden.
Erschaffen wurden die Figuren Mitte des 18. Jahrhunderts von den Barockbildhauern Johann Gottlieb und Leonhard Storch. Das einstige Schloss war nach einem Angriff britischer Bomber am 13. April 1945 in Brand geraten. 1959 ließ die SED die Ruine abreißen. In diesem Jahr beginnt das niederländische Bauunternehmen BAM mit der Wiedererrichtung des Gebäudes, in das einmal der Landtag einziehen soll. Der 120 Millionen Euro teure Bau soll ab 2013 bezugsfertig sein.
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