| Börse schwebt nicht - Kunstprojekt enttäuscht |
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| Mittwoch, 22. September 2010 um 06:18 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eine Künstlerin ist am Dienstag dabei gescheitert, die Alte Börse Frankfurt schweben zu lassen. Der Grund könnte gewesen sein, dass sich für das von der Kunsthalle Schirn groß promotete Projekt nicht allzu viele Unterstützer zusammenfanden. Ein Grüppchen von maximal 50 Leuten (inklusive enttäuschte Journalisten) kam zu dem Gebäude, um mit geballter Konzentration böse Geister der Finanzkrise zu vertreiben - und zum Finale der zweieinhalb Stunden die Alte Börse schweben zu lassen. «Natürlich hätten wir uns mehr Menschen erhofft, aber dafür hatten wir viel Unterstützung aus dem Internet: aus den USA, Kanada und auch aus Japan», sagte Künstlerin Annika Lundgren.
Die «The Stock is Rising»-Aktion war als einer der Höhepunkte des dreiwöchigen Schirn-Projekts «Playing The City II» angekündigt. Es hatte auch geheißen, die schwedische Künstlerin und ihre Mitstreiter wollten singen. «Ein Missverständnis, das hatte ich nie vor. Ich kann gar nicht singen», erklärte die in Berlin lebende Lundgren (45) nun. Vorbild war eine Versammlung aus dem Jahr 1967 in Washington, als Friedensaktivist Abbie Hoffman durch lautes Singen das Pentagon schweben lassen und so den Vietnamkrieg beenden wollte. Diese Form der parapsychologischen Praxis («Levitation») soll durch die bloße Kraft der Gedanken die Schwerkraft von Gegenständen überwinden. Auch Hoffman scheiterte. Allerdings kamen damals mehrere zehntausend Hippies.
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