| Berlin bekommt zwei neue Orte für Kunst |
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| Donnerstag, 23. September 2010 um 06:28 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - In Berlin gibt es zwei neue Orte für Kunst. Im stillgelegten Kraftwerk Mitte öffnet Dimitri Hegemann, Chef des Techno-Clubs Tresor, am 1. Oktober seine Kunsthalle: das Trafo. Die erste Ausstellung dort befasst sich mit Städten. 250 Architektur- und Stadtmodelle sowie 65 deutsche Projekte wollen vom Wunsch nach Veränderung erzählen. «Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit» heißt die Schau des Bundesbauministeriums, die bis zum 28. November läuft. Entwickelt wurde sie von Martin Heller, dem Intendanten der Kulturhauptstadt Linz 2009.
Die Fläche im Kraftwerk ist mit mehr als 20 000 Quadratmetern riesig, genutzt wird vorerst ein Bruchteil. Hegemann will keine Event-Location. «Wir werden definitiv Kunst zeigen, auch Hochkarätiges», sagte er der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. So plant er beispielsweise eine Ausstellung über DDR-Kunst zum 50 Jahrestag des Mauerbaus. Berlin brauche solche Orte wie das alte Kraftwerk, findet Hegemann. «Es ist keine iPod-Ästhetik, sondern eine Ruine.»
Eine alte Malzfabrik in Schöneberg ist eine weitere neue Adresse für Kunst. Dort zeigt der gebürtige Slowene Misha Stroj vom 24. September bis 24. Oktober Installationen. Der Titel der Ausstellung: «Wo Fabrik war, soll Factory werden». Schirmherr ist der österreichische Botschafter Ralph Scheide.
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