| Ausbau des Sprengel Museums nimmt wichtige Hürde |
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| Donnerstag, 23. September 2010 um 06:28 Uhr | ||
Hannover (dpa/lni) - Der geplante Ausbau des Sprengel Museums für moderne Kunst in Hannover hat eine entscheidende Hürde genommen. Der Entwurf des schweizerischen Architektenbüros Meili + Peter lässt sich mit den veranschlagten 25 Millionen Euro umsetzen, ergab eine am Mittwoch vorgelegte Machbarkeitsstudie. Der Rat der Stadt Hannover solle noch im Herbst grünes Licht für die Planung geben, so dass Anfang 2012 der Bau beginnen könnte, sagte Kulturdezernentin Marlies Drevermann (SPD). Die Eröffnung ist für 2014 geplant. Mit einem Anbau soll die Ausstellungsfläche des Museums um mehr als ein Drittel vergrößert werden.
Kernbestand des von Stadt und Land Niedersachsen getragenen Museums ist die Sammlung des hannoverschen Schokoladenfabrikanten Bernhard Sprengel. Von Sprengel gesammelte Meisterwerke von Pablo Picasso, Paul Klee oder Marc Chagall sollen nach dem Ausbau wieder in neuem Glanz präsentiert werden. «Das wird das Museum gut aufstellen für die nächsten Jahrzehnte», sagte Museumsdirektor Ulrich Krempel. Der Ausbau sei auch eine Investition in den Standort Hannover, die sich in Bekanntheit und Renommee bezahlt mache, so Drevermann.
Der von einer Glasfassade und kupfernen Dachelementen dominierte Erweiterungsbau ist von Meili + Peter in Quaderform konzipiert und auf der Süd-Ostseite des Museumsgebäudes geplant. Das Durchrechnen des Entwurfs ergab eine leichte Überschreitung des Kostenrahmens um 400 000 Euro. Durch geringfügige Abänderungen - darunter eine Reduzierung der geplanten Ausstellungsfläche - konnte das 25-Millionen-Limit aber eingehalten werden. Die Vergrößerung des Museums führt nach der Machbarkeitsstudie auch zu um rund 400 000 Euro jährlich höheren Betriebskosten. Grund dafür sind Ausgaben für zusätzliches Personal und Energiekosten.
Trotz knapper Kassen zeigten sich Krempel und Drevermann zuversichtlich, dass das Sprengel Museum wie vorgesehen ausgebaut werde. Eine derart hohe Bezuschussung durch die Europäische Union werde sich in Zukunft nicht mehr ergeben, meinte Krempel. An dem Ausbau beteiligen sich die Stadt Hannover sowie Förderer mit jeweils fünf Millionen Euro. Das Land Niedersachsen soll fünf Millionen Euro der Kosten tragen, zehn Millionen Euro stammen aus EU-Mitteln.
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