| Ministerin will Kindern Zugang zur Kultur erleichtern |
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| Donnerstag, 23. September 2010 um 06:28 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälische Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) will Kindern und Jugendlichen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern die Tür zur Kultur öffnen. Der Ausbau der kulturellen Bildung werde das zentrale Projekt ihrer Kulturpolitik, sagte die Ministerin am Mittwoch im Kulturausschuss des Landtags.
Ein von der Landesregierung geplanter «Kulturrucksack» für Kinder solle ihnen unter anderem den kostenlosen Besuch von landeseigenen Kultureinrichtungen ermöglichen. Schäfer rief die Kommunen und andere Träger auf, sich daran zu beteiligen und den «Kulturrucksack»zu füllen.
Das erfolgreiche Programm «Jedem Kind ein Instrument», mit dem schon 60 000 Grundschulkinder eine musikalische Grundbildung erhalten hätten, solle im Ruhrgebiet weitergeführt und dann schrittweise ausgedehnt werden. Auch Migranten sollen verstärkt am Kulturleben teilhaben. Theater, Museen und Orchester werden dabei unterstützt, ihre Programme und Öffentlichkeitsarbeit auf neue Publikumsgruppen einzustellen.
Im Bereich der Kunst will das Ministerium Ankäufe von Kunstwerken fördern, um Sammlungsprofile zu stärken. Unterstützung sagte Schäfer dem in die Kritik geratenen Museum Schloss Moyland am Niederrhein mit dem weltweit größten Bestand an Werken von Joseph Beuys zu. Die rot- grüne Landesregierung fühle sich an die Stiftungsverträge gebunden und wolle dazu beitragen, dass das Museum zu einem international beachteten Zentrum für das Werk von Beuys werde.
Wenig konkret wurde Schäfer bei der Frage, wie kommunale Theater und Orchester unterstützt werden können, die angesichts der Finanzkrise der Kommunen teilweise in ihrer Existenz bedroht sind. Die Landesregierung prüfe, ob der Landesanteils an der Finanzierung erhöht werde. Dies sei aber eine «schwierige Aufgabe» und eine «große Herausforderung», sagte Schäfer.
Die Ministerin wies Kritik zurück, ihr Haus sei ein «Sammelsurium verschiedener Bereiche». Schäfers Ministerium umfasst die Ressorts Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. Kunst und Kultur hätten durch die Wiederanbindung an ein Ministerium jetzt eine «präsente Stimme im Parlament», sagte Schäfer. Außerdem sei ihr Haus «Ausdruck eines breiten Bildungsverständnisses». Mit dem Ressortzuschnitt könnten Verknüpfungen und Netzwerke geschaffen werden. In der schwarz-gelben Vorgängerregierung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) war ein Kulturstaatssekretär an die Staatskanzlei angedockt.
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