| Erste Bilanz zu drei Kulturhauptstädten |
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| Montag, 27. September 2010 um 06:31 Uhr | ||
Bochum (dpa) - Die Parlamentspräsidenten aus Deutschland, Ungarn und der Türkei haben eine erste positive Bilanz zu den Kulturhauptstädten in ihren Ländern gezogen. Bereits drei Monate vor dem Ende des Kulturhauptstadtjahres seien die hohen Erwartungen erfüllt, erklärte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) am Samstag in Bochum nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen László Kövér aus Ungarn und Mehmet Ali Sahin aus der Türkei.
Die Kulturhauptstädte Istanbul, Pécs und das Ruhrgebiet sind bei Veranstaltungen mit insgesamt über 100 Millionen Euro und bei der Modernisierung der kulturellen Infrastruktur mit mehreren hundert Millionen Euro aus den staatlichen Haushalten unterstützt worden.
Allein 150 bis 200 Millionen Euro flossen laut Lammert in fünf Museumsprojekte im Ruhrgebiet. In Istanbul wurden mit dem Geld vor allem historische Gebäude restauriert. Die Parlamentspräsidenten betonten, entstandene Projekte weiter zu fördern, um den kulturellen Austausch in den nächsten Jahren fortzusetzen. Dazu sind zwischen den drei Kulturhauptstädten mehr als 20 Kooperationsmodelle entstanden.
Die Kulturhauptstadt habe sich positiv auf die Wirtschaft und den Tourismus ausgewirkt, erklärte der Präsident der ungarischen Nationalversammlung Kövér. Pécs verzeichne einen enormen Zuwachs an Touristen und die Zahl der Besucher aus Deutschland habe sich verdoppelt. Kövér und Sahin waren für das trilaterale Treffen zum ersten Mal in das Ruhrgebiet gereist.
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