| Schau über Dresdner Zwinger als Orangerie |
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| Freitag, 01. Oktober 2010 um 06:28 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Eine Sonderausstellung im Dresdner Zwinger beleuchtet von diesem Freitag an erstmals die ursprüngliche Bestimmung der Barockanlage als Orangerie. Unter dem Titel «Das Gold des Herkules» erinnere sie an das «Orangenfieber» des Kurfürst-Königs August der Starke (1670-1733), teilten die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten am Donnerstag mit. Er hatte die Orangerie vor 300 Jahren für die damals als goldene Äpfel bezeichneten Orangen- und Pomeranzenbäume bauen lassen, die als Status- und Machtsymbol galten. «Sie waren vergleichbar mit Schmucksammlungen und demonstrierten Glück», hieß es.
Der antike Mythos der goldenen Äpfel soll bis zum 31. März 2011 noch einmal lebendig werden. Sie zeige, wie der Monarch Zitrus- und Orangenpflanzen mit dem Herkulesmythos für seine Machtrepräsentation nutzte, sowie Erwerb und Transport der kostbaren Sammlerobjekte und ihre einzigartige Vielfalt und Herkunft. Zu sehen sind unter anderem verschiedene Nachbildungen von teils eigenartig erscheinenden Früchten und die 3-D-Visualisierung der Zwinger-Entwürfe.
Der Bau der Orangerie für die kostbaren und raren Gewächse begann 1709. Schon 1714 war der Zwinger Heimstätte für mehr als 600 Orangen- und Zitruspflanzen von mehr als 30 Arten, die das einzigartige Denkmal bis 1880 prägten. Insgesamt befanden sich mehr als 4000 in den königlichen Gärten. Vor allem die goldfarbenen Pomeranzen galten seit dem 14. Jahrhundert als Zeichen des Gedeihens und des Glücks, als Symbol eines Goldenen Zeitalters sowie als Versprechen des Paradieses auf Erden.
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