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Montag, 04. Juli 2011 um 06:29 Uhr |
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Kehl (dpa) - Gotteshaus und Sprayer-Kunst - dass beides zusammenpasst, beweist eine Kirche im Graffiti-Stil, die am Freitag im badischen Kehl eingeweiht wurde. Gestaltet wurde sie vom Offenburger Graffiti-Künstler Stefan Strumbel - «ein Geschenk des Himmels», sagte Pfarrer Thomas Braunstein. Nur dank des Künstlers habe man die Dorfkirche in Goldscheuer vor dem drohenden Abriss retten und sanieren können.
Die 1961 für die katholische Minderheit in einer mehrheitlich protestantischen Umgebung gebaute und 1964 eingeweihte Kirche «Maria, Hilfe der Christenheit» stand vor dem Aus. Es gab großen Sanierungsbedarf, zudem blieben immer mehr Gottesdienstbesucher weg, berichtete Braunstein. Mittlerweile sei die Kirche zu einer Attraktion geworden. «Das war sicherlich die richtige Entscheidung», sagte Braunstein.
Strumbel gestaltete unter anderem eine sechs Meter große Madonna. Gemeinsam mit dem Jesuskind thront sie auf der Empore über dem Eingang. Hinzu kamen ein vergoldetes Kreuz, pinkfarbene Lichtleisten, aufgesprühte und von Jesus ausgehende Strahlen sowie Comic-Sprechblasen für Gebete und Wünsche der Gläubigen. Zwar habe jeder Zentimeter genehmigt werden müssen, aber er sei auf erstaunlich wenig Widerstand gestoßen, sagte Strumbel, der bislang vor allem mit ungewöhnlich gestalteten Kuckucksuhren aufgefallen war. Karl Lagerfeld und Hubert Burda gehören zu den Sammlern seiner Werke.
www.stefanstrumbel.com
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Freitag, 01. Juli 2011 um 06:14 Uhr |
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Schwerin (dpa/mv) - Am vorletzten Tag der Landeskunstschau in Schwerin am 9. Juli ist der Eintritt frei und gibt es eine kostenlose Führung durch die Ausstellung. Das teilte der Künstlerbund am Donnerstag mit. Der Kunstwissenschaftler Ulrich Rudolph werde durch die Schau führen und zu einer Gesprächsrunde über «Kunst und die Welt» einladen. Außerdem könnten Kinder ab fünf Jahren und Jugendliche unter Anleitung der Künstlerin Kathrin Berthold malen und eigene künstlerische Idee umsetzen. Die Kunstschau präsentiert seit Ende Mai Arbeiten von 24 Künstlern unter dem Titel «lost+found (verloren und gefunden) - Die Gegenwart des Bildes». Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Schau im Schleswig-Holstein-Haus endet am 10. Juli.
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Freitag, 01. Juli 2011 um 06:14 Uhr |
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Berlin (dpa/bb) - Mit einer Ausstellung in der Bauakademie in Berlin-Mitte erinnert das Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin ab diesem Samstag (2. Juli) an seine Gründung vor 125 Jahren. Aus der weit über 100 000 Blätter umfassenden Sammlung werden bis zum 30. September 125 Architekturbilder gezeigt, darunter Arbeiten von Carl Gotthard Langhans, Friedrich August Stüler und Alfred Messel, teilte eine Sprecherin der Hochschule mit.
Das eigenen Angaben zufolge erste Architekturmuseum Deutschlands sammelt, bewahrt und präsentiert Entwürfe, Pläne, Modelle, Skizzen, Drucke und Fotografien bedeutender Baumeister, Archäologen, Maler und Zeichner. Der Gesamtbestand wird heute auf 160 000 Objekte geschätzt. Viele Arbeiten sind digitalisiert. Das Museum bietet für private Architekturliebhaber einen besonderen Service an: Von fast jedem Bild der Sammlung erstellen die Mitarbeiter auf Wunsch digitale Drucke, die kaum vom Original zu unterscheiden sind.
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Freitag, 01. Juli 2011 um 06:14 Uhr |
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Berlin (dpa) - Der britische Stararchitekt David Chipperfield und sein Team erhalten für den Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin den ersten Deutschen Architekturpreis. Die Auszeichnung des Bundesbauministeriums ist mit 30 000 Euro dotiert und soll am 13. Oktober in Dresden verliehen werden. Im Neuen Museum ist unter anderem die weltberühmte Büste der Nofretete und der Schatz des Priamos zu sehen.
Bauminister Peter Ramsauer (CSU) erklärte am Donnerstag, mit dem Wiederaufbau des 2009 eröffneten Museums sei es Chipperfield gelungen, aus einer Ruine ein großartiges modernes Ausstellungshaus zu machen: «Moderne Architektur, eine Ausstellungskonzeption auf Weltniveau und Denkmalschutz gehen hier eine wunderbare Symbiose ein.»
Der neu geschaffene Deutsche Architekturpreis wird vom Bundesbauministerium gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer alle zwei Jahre vergeben. Hauptsponsor ist die E.ON Ruhrgas AG. Bei der erstmaligen Vergabe wurden architektonische und städtebauliche Projekte aus den letzten fünf Jahren ausgezeichnet.
Neben dem Hauptpreis vergab die Jury fünf mit jeweils 5000 Euro dotierte Auszeichnungen und fünf mit je 1000 Euro dotierte Anerkennungen. Die Auszeichnungen gingen unter anderem an das Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau, das Albertinum Dresden und die neue jüdische Synagoge in München.
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Donnerstag, 30. Juni 2011 um 06:27 Uhr |
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Wien (dpa) - Open-Air-Konzerte, eine Comic-Schau im Freien, eine Schiele-Sonderausstellung: Mit einem umfangreichen Programm über mehrere Monate feiert das Museumsquartier Wien sein zehnjähriges Bestehen. Zum Jahrestag der Eröffnung haben die österreichische Kulturministerin Claudia Schmied und Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny am Mittwoch eine positive Bilanz der ersten zehn Jahre gezogen. Das Kulturareal im Zentrum der österreichischen Hauptstadt ermögliche es einem breiten Publikum, «Kultur hautnah zu erleben», sagte Kulturministerin Schmied.
Vor allem öffentlich zugängliche Angebote wie Lesungen und Konzerte auf der Freifläche im Hof des Areals leisteten einen wesentlichen Beitrag, Berührungsängste gegenüber Kunst und Kultur abzubauen, sagte Schmied. Wiens Kulturstadtrat Mailath-Pokorny verwies auf die jahrelange Diskussionen, die dem Umbau des historischen Areals vorausgegangen waren: Das Museumsquartier sei nicht am Reißbrett entstanden, sondern habe sich in der Auseinandersetzung mit der Kulturszene entwickelt.
Das Museumsquartier auf dem Gelände der ehemaligen Hofreitschule wurde am 30. Juni 2001 eröffnet. Es vereint auf 90 000 Quadratmetern etablierte Kulturinstitutionen wie das Leopold Museum, die Kunsthalle oder das Museum Moderner Kunst mit stärker am Zeitgeist orientierten Initiativen zu Medienkunst oder Design.
http://www.mqw.at
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