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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Tillich bei Eröffnung deutscher Ausstellung in Peking PDF Drucken E-Mail
Montag, 04. April 2011 um 06:51 Uhr

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Peking (dpa/sn) - Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) hält die am Freitag in Peking eröffnete Schau «Die Kunst der Aufklärung» für beispielhaft. «Die Ausstellung zeigt, wie neue Ideale und Utopien von der bildenden Kunst aufgegriffen werden, in China wie in Europa. Ich sehe deshalb diese Kunstausstellung als eine Brücke zwischen der europäischen und chinesischen Kultur», sagte er am Rande der Eröffnungsfeier im Nationalmuseum. Ost und West könnten ihre geistigen und künstlerischen Ressourcen gemeinsam nutzen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Tillich war von einer Reise aus Vietnam nach Peking gekommen, um die Vernissage zu erleben. Auch seine Frau Veronika war unter den Gästen.

 

Es ist die bislang größte deutsche Kunstausstellung im Ausland. Die Schau mit rund 600 Exponaten aus den staatlichen Sammlungen von Berlin, Dresden und München wurde von der chinesischen Staatsrätin für Kultur, Liu Yandong, und Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) eröffnet. Westerwelle sprach von einem Meilenstein in den deutsch-chinesischen Beziehungen. Vor der Eröffnung hatte es Misstöne gegeben. Schriftsteller Tilman Spengler - einer der besten deutschsprachigen China-Kenner - musste zu Hause bleiben, weil ihm die chinesischen Behörden die Einreise verweigerten. Grund dafür war offenkundig seine Lobrede auf Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo.

 

Etwa die Hälfte der Exponate stammt aus Dresdner Museen. Beteiligt sind ferner die Staatlichen Museen zu Berlin und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München. Die «Kunst der Aufklärung» bleibt für ein Jahr in Peking. 417 der insgesamt 587 Exponate werden dauerhaft gezeigt, 150 weitere später ausgewechselt. Deutschland ließ sich die Schau rund zehn Millionen Euro kosten. Sie zeichnet in neun Kapiteln die für Europa so wichtige Epoche der Aufklärung und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart nach. Im letzten Raum sind zeitgenössische Künstler wie Georg Baselitz und Neo Rauch vertreten.

 

Tillich hofft darauf, dass die Begegnung mit der Dresdner Kunst noch mehr Chinesen an die Elbe lockt. Außerdem sei Kultur immer auch ein Türöffner für wirtschaftliche und politische Kontakte. Am Freitag sagte er im Nationalmuseum ein Konzert der Staatskapelle Dresden an. Als Höhepunkt der Ausstellungseröffnung musizierte das Orchester der Semperoper gemeinsam mit Musikern aus Berlin und München. Lorin Maazel dirigierte die Aufführung von Beethovens «Eroica».

 

Nach Ansicht von Tillich hat die Schau einen nahezu einmaligen Charakter. Die «Kunst der Aufklärung» zu präsentieren, sei auch politisch sehr interessant. «Das zeigt, dass China sich öffnet.» Die Aufklärung habe für Europa den Aufbruch in eine moderne Zeit bedeutet. Am frühen Nachmittag wurde Tillich von Politbüro-Mitglied Li Changchun empfangen, der im April 2010 schon einmal in Dresden war.

 



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