| Berliner Kunsthaus Tacheles soll versteigert werden |
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| Montag, 04. April 2011 um 06:51 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Das Berliner Kunsthaus Tacheles soll komplett versteigert werden. Die von alternativen Künstlern genutzte Kaufhausruine ist als Attraktion für Touristen weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Die HSH Nordbank lässt das gesamte Gelände an der Oranienburger Straße an diesem Montag zwangsversteigern. Für die insgesamt 16 Grundstücke in zentraler Hauptstadtlage ist ein Kaufpreis von gut 35 Millionen Euro angesetzt. Die Zukunft des lange umkämpften Tacheles ist damit ungewiss.
Die Bank will nur das gesamte Areal abgeben und das Tacheles nicht einzeln herauslösen. Die Ruine beherbergt Künstlerateliers, Werkstätten, einen Theatersaal und ein Kino. Nach Angaben von Banksprecherin Gesine Dähn gibt es mehrere Interessenten. Alle wollten aber nur das Gesamtgelände.
1998 hatte die auf Luxus-Immobilien spezialisierte Fundus-Gruppe das Areal gekauft, um dort ein modernes City-Center zu bauen. Das Unternehmen geriet aber in Schieflage. Der Hauptgläubiger, die HSH Nordbank, blieb auf ihrem riesigen Kredit sitzen und hat deshalb jetzt die Zwangsversteigerung beantragt.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte sich im Vorfeld mehrfach für den Erhalt des beliebten Kunstzentrums stark gemacht. Nach Angaben seines Sprechers Torsten Wöhlert ist das Gebäude im Grundbuch als Kunststandort festgeschrieben und steht unter Denkmalschutz. Sollte sich wirklich ein neuer Investor finden, müssten mit ihm Verhandlungen über die Zukunft des Hauses aufgenommen werden.
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