| Künstler Ai Weiwei festgenommen - Berlin-Ausstellung fraglich |
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| Montag, 04. April 2011 um 06:51 Uhr | ||
Peking/Berlin (dpa/bb) - Der berühmte chinesische Künstler Ai Weiwei kann möglicherweise nicht wie geplant für eine Ausstellung nach Berlin kommen. Er wurde auf dem Pekinger Flughafen von der Grenzpolizei festgenommen. Das sagte ein Mitarbeiter Ais der Nachrichtenagentur dpa in Peking. Er bestätigte damit erste Nachrichten von Freunden des Künstlers über den Kurzmitteilungsdienst Twitter. Ai Weiwei habe demnach am Sonntag nach Hongkong fliegen wollen. Der berühmte chinesische Gegenwartskünstler will eigentlich am 29. April eine Ausstellung in der Berliner Galerie Neugerriemschneider eröffnen. Die Schau soll im Rahmen des Berliner Gallery Weekends laufen.
In einem Telefongespräch mit der dpa hatte Ai Weiwei kürzlich erklärt, er wolle ein neues Studio in Berlin eröffnen, auch weil er in Peking immer mehr am Arbeiten gehindert werde. Nun durchsuchte die chinesische Polizei offenbar das Studio in der Heimat des 53-Jährigen. Beamte bewachten alle Eingänge, sagte Ais Mitarbeiter. Der Künstler selbst war auch Stunden nach der Festnahme nicht zu erreichen, sein Mobiltelefon war abgeschaltet. Seit Wochen geht Chinas Staatssicherheit hart gegen die kleine Bürgerrechtsbewegung vor. Die Pekinger Führung will damit ein Überschwappen der Revolte in der arabischen Welt verhindern.
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