| Künstler und Politiker fordern Freilassung von Ai Weiwei |
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| Dienstag, 05. April 2011 um 06:11 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Die Akademie der Künste in Berlin und der Berliner Kulturausschuss haben die sofortige Freilassung des chinesischen Gegenwartskünstlers Ai Weiwei gefordert. Andernfalls werde die gerade in Peking eröffnete deutsche Ausstellung «Kultur der Aufklärung» eine Farce, erklärte Akademiepräsident Klaus Staeck am Montag. Die Kulturpolitiker im Abgeordnetenhaus kündigten eine Protestnote an die chinesische Botschaft an.
Der regimekritische Ai Weiwei war am Sonntag auf dem Pekinger Flughafen festgenommen worden. Bis zum Montag gab es kein Lebenszeichen von ihm. Kürzlich hatte er angekündigt, er wolle ein Atelier in Berlin eröffnen, um seine Arbeit in Europa zu koordinieren. In China darf er nicht ausstellen.
Die Akademie der Künste freue sich, dass Ai Berlin als weiteren Arbeitsort gewählt habe, sagte Staeck und verwies auf ein Zitat Friedrich Schillers: «Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit.» Der Kulturausschuss erklärte auf Vorschlag seines stellvertretenden Vorsitzenden Michael Braun (CDU): «Kunst ist frei. Auch die chinesische Regierung muss lernen, damit umzugehen.»
An den Senat appellierte der Ausschuss, seine Verbindungen zu nutzen, um sich für eine Freilassung Ais einzusetzen und ihm bei der Übersiedlung nach Berlin behilflich zu sein. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte erst vergangene Woche in Peking eine große Ausstellung zur Kunst der deutschen Aufklärung eröffnet.
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