| Petra Bahr - erste EKD-Kulturbeauftragte |
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| Mittwoch, 06. April 2011 um 06:04 Uhr | ||
Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Petra Bahr (44), die jetzt fürs Hamburger Bischofsamt kandidiert, sucht offensiv den Dialog mit der Gesellschaft. Die erste Kulturbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche will das Verhältnis zwischen der Institution Kirche und der Kunstszene entkrampfen. Sie sieht sich als «Türöffnerin, die Kulturschaffenden und Kirchenleuten dann und wann die Angst vor der Schwelle in ungewisse Räume nimmt», schreibt sie auf ihrer Homepage. Und wer die Kirche nicht in ein Museum verwandeln wolle, sollte ihre Türen weit öffnen.
Bahr, am 29. April 1966 in Lüdenscheid (Nordrhein-Westfalen) geboren, studierte nach einer journalistischen Ausbildung Theologie und Philosophie unter anderem in Münster, Bonn und Jerusalem. Nach einem kurzen Umweg in eine Unternehmensberatung war sie von 1999 bis 2005 Referentin für Theologie an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg und Lehrbeauftragte für Theologie und Ethik an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität. 2002 promovierte sie an der Theologischen Fakultät Basel über «Die Darstellung des Undarstellbaren».
Seit Januar 2006 ist Bahr EKD-Kulturbeauftragte und Leiterin des Kulturbüros in Berlin. Das Vikariat hat sie in Berlin-Wedding gemacht und gehört als Pfarrerin zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO). Seit 1996 ist sie verheiratet mit Prof. Hans Michael Heinig. Das Ehepaar hat einen 3-jährigen Sohn. «Der christliche Glaube gehört nicht in dunkle, stickige Gebäude, er lebt von der engagierten Zeitgenossenschaft an der frischen Luft, auch wenn es mal etwas zugig werden kann», skizziert Bahr ihr Glaubensverständnis.
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