| Kupferstich-Kabinett zeigt Picasso-Künstlerbücher |
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| Freitag, 08. April 2011 um 06:34 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Das Dresdner Kupferstich-Kabinett präsentiert bis zum 13. Juni von Pablo Picasso (1881-1973) illustrierte Werke der Weltliteratur. «Die Ausstellung zeigt Fülle, Fantasie und wie omnipräsent und überraschend Picasso ist», sagte Direktor Bernhard Maaz am Freitag vor der Eröffnung in Dresden. Die 75 ausgewählten Künstlerbücher geben einen Überblick über dieses weniger bekannte druckgrafische Schaffen des spanischen Malers. Sie stammen aus dem Münchner Museum Brandhorst, das mit 105 Picasso-Werken dieser Art einen der umfassendsten Bestände besitzt. Die Schau hatte dort zwischen November 2010 und Anfang März bereits rund 75 000 Besucher.
Für die Dresdner Räume sei sie leicht modifiziert worden, sagte Maaz. Neben den Originalgrafiken im Kontext der Bücher, für die sie gefertigt wurden, seien auch avantgardistische Typographie, edle Papiere und exquisite Einbände zu sehen. «Die ausgestellten Bücher bieten alles, Ernst und Witz, Geschichte und Gegenwart, Gesellschaft und Intimität, und sie zeigen den sprudelnden Geist eines überragend kreativen Genies.» Sie böten nicht nur thematisch alles, sondern auch eine Vielfalt von künstlerischen Techniken, Sichtweisen und Annäherungen. «Diese Bücher wirken gleich Pretiosen, es ist ein kleines Grünes Gewölbe, nur zwei Treppen höher, und eben auf Papier!»
Picasso gestaltete zwischen 1905 und seinem Tod mehr als 150 Künstlerbücher und experimentierte dabei mit Drucktechniken wie Radierung, Lithographie oder Linolschnitt. Das Spektrum reicht vom Kubismus bis zu letzten Werken von 1971/72. Das Kupferstich-Kabinett hat laut Maaz wegen der begrenzten Sammelmöglichkeiten zu DDR-Zeiten nur eine kleine Werkauswahl von Picasso. Umso wichtiger sei eine Ausstellung wie die der Sammlung Brandhorst. «Weil es uns fehlt, intellektuell bereichert, anregend ist und weil Künstlerbücher auch für die inoffizielle Szene in der DDR ein wichtiges Medium individuellen künstlerischen Ausdrucks waren.»
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