| Stifterbriefe für Oberlausitzer Kunst |
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| Montag, 18. April 2011 um 06:29 Uhr | ||
Königshain (dpa/sn) - Die Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz will mit Stifterbriefen Anteile an der Region vergeben. Es gehe darum, die Öffentlichkeit in die Bewahrung von Kulturgütern stärker einzubeziehen, sagte der Landrat des Kreises Görlitz, Bernd Lange (CDU), am Mittwoch. Bereits für 20 Euro können Interessenten symbolisch die Patenschaft für einen Quadratkilometer der Oberlausitz übernehmen. Entsprechend der Fläche sollen exakt 4497 Stifterbriefe ausgegeben werden, davon 20 zu jeweils 500 Euro sowie 500 zu 100 Euro. Nach Höhe des Wertes erhalten Käufer entweder eine Grafik oder eine Reproduktion mit Ansicht des Königshainer Schlosses.
Die Stifterbriefe sollen helfen, das derzeitige Stiftungskapital von gut 50 000 Euro zu erhöhen. Außerdem startet am 1. Juni eine Lotterie zugunsten der Stiftung. 40 000 Lose zum Preis von einem Euro und 7000 Gewinne liegen bereit. Nieten gebe es nicht, denn das Geld komme einem guten Zweck zugute, hieß es aus dem Stiftungsrat.
Die Landkreise Bautzen und Görlitz hatten die Stiftung Ende 2009 gegründet, um Kunst- und Kulturwerte für spätere Generationen zu sichern. «Allein die öffentliche Hand kann nicht mehr alles finanzieren», sagte Landrat Lange. Daher müsse nach neuen Wegen gesucht werden, um etwa das Lebenswerk von Künstlern aus der Oberlausitz zu bewahren. Dazu zähle unter anderem der Nachlass von Dietrich Arlt, der den Kunstbahnhof in Herrnhut gegründet habe.
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