| Linke sorgen sich um Künstler-Nachlass |
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| Montag, 18. April 2011 um 06:29 Uhr | ||
Schwerin (dpa/mv) - Die Linksfraktion im Landtag sorgt sich um die Nachlässe bildender Künstler im Land. Viele Künstler wüssten nicht, was nach ihrem Tod mit ihren Werken passiert, sagte der Abgeordnete Wolfgang Methling am Mittwoch im Schweriner Landtag. Angehörige und Freunde seien damit oft überfordert. So könnten die Arbeiten für die Öffentlichkeit verloren gehen. Dabei werde der Wert von Kunstwerken häufig erst nach dem Tod ihrer Schöpfer entdeckt, erinnerte Methling. Daher müsse die Gesellschaft Möglichkeiten suchen, die Kunstwerke zu erhalten. Oft seien dazu auch Museen und Kunsthallen nicht in der Lage.
Die Linksfraktion forderte das Land auf, Möglichkeiten zur Pflege, Aufarbeitung und Veröffentlichung von Nachlässen bildender Künstler zu prüfen. Methling schlug vor, Immobilien im Bundes-, Landes- oder kommunalen Besitz zur Heimstatt solcher Nachlässe zu machen. Auch Bundeswehrstandorte könnten sich eignen. «Das wäre eine sympathische Art der Konversion», sagte der Linkspolitiker. Die Träger dafür sollten gemeinsam mit Museen, Künstlerverbänden und Stiftungen gefunden werden.
Kultusminister Henry Tesch (CDU) sagte, die Nachlassverwaltung brauche andere Modelle, sie müssten zusammen mit Kunstliebhabern und Sponsoren, auch Vereinen und Stiftungen erfolgen. Das Land konzentriere seine Künstlerförderung auf den Kunstankauf und die Unterstützung für Ausstellungen und Kataloge. Die in den vergangenen Jahren zusammengetragene Sammlung zeitgenössischer Kunst umfasse derzeit 330 Werke aller Genres. Das jährliche Budget für den Kunstankauf des Landes beträgt rund 26 000 Euro.
Der FDP-Abgeordnete Hans Kreher meinte, um die Nachlässe von Künstlern sollten sich die Heimatstädte kümmern. «Was Kunst ist, die erhalten werden soll, lässt sich nicht von oben regeln», sagte er. Der Staat sollte für eine bessere kulturelle Bildung sorgen, so dass die Menschen Kunst schätzen können und ein Markt für Kunst im Land entsteht.
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