| Aufklärungsausstellung in China ein «Flop» |
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| Montag, 18. April 2011 um 06:29 Uhr | ||
Peking (dpa) - Die umstrittene deutsche Ausstellung «Kunst der Aufklärung» im chinesischen Nationalmuseum in Peking ist schlecht besucht. «Es kommen nicht viele», berichteten Mitarbeiter am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. In dem riesigen Museum ist die zehn Millionen Euro teure Ausstellung der staatlichen Museen in Berlin, Dresden und München für Besucher auch nur schwer zu finden.
Hinweisschilder gibt es nur für eine patriotische Propagandaschau «Weg zur Wiederauferstehung» über den Aufstieg des Landes zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht und zu einer Ausstellung über das antike China. Einige Museumsmitarbeiter wussten nicht einmal von der deutschen Ausstellung in dem frisch renovierten Museumsgebäude neben dem Platz des Himmlischen Friedens.
Die Tageszeitung «Die Welt» sprach von einem «Flop». Nach Angaben von Museumsmitarbeitern gingen von den täglich rund 8000 Besuchern des Museums nur etwa 200 in die Aufklärungsausstellung, am Wochenende ungefähr 400. Der große Katalog der Schau, die Besuchern die Gedankenwelt der Aufklärung vermitteln will, werde im Museumsshop nicht öfter als zweimal am Tag verkauft. Er koste allerdings umgerechnet 115 Euro.
Während der Eintritt zum Museum kostenlos ist, müssen für die deutsche Schau 30 Yuan, umgerechnet 3,20 Euro, bezahlt werden. Die Ausstellung war vor zwei Wochen von Bundesaußenminister Guido Westerwelle feierlich eröffnet worden.
Wegen der Festnahme des berühmten chinesischen Künstlers und Regimekritikers Ai Weiwei und einer Brüskierung der Deutschen über die Teilnehmer eines begleitenden Dialogs über die Aufklärung ist in Deutschland eine heftige Debatte über die Ausstellung entbrannt.
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