| Zwei Künstler für eine Schaukel |
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| Montag, 18. April 2011 um 06:29 Uhr | ||
Berlin/Stuttgart (dpa) - Das Einheitsdenkmal in Berlin soll von zwei Künstlern entworfen werden: Der Berliner Star-Choreographin und Tänzerin Sasha Waltz und dem Stuttgarter Architektenbüro um Johannes Milla. Die Porträts in Kürze:
SASHA WALTZ: Die Tänzerin und Choreographin ist ein Weltstar. Waltz wurde 1963 als Tochter eines Architekten und einer Galeristin in Karlsruhe geboren. Die Leidenschaft fürs Tanzen entdeckte sie schon als Fünfjährige, später studierte sie Tanz in Amsterdam.
Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Jochen Sandig gründete sie 1993 die Tanzkompanie «Sasha Waltz & Guests». Schnell wurde Waltz zur Hoffnung des deutschen Tanztheaters und erlangte internationale Bekanntheit. Waltz kam als erste Choreographin an die Berliner Schaubühne zur Saison 1999/2000. Das Stück «Körper» avancierte schnell zur Sensation. Das Spiel mit Körper und Raum setzte sich in «S» und der Tanztragödie «noBody» fort. Die vielen Arbeiten und Tourneen waren für Waltz zu viel: Sie erlitt 2008 einen Zusammenbruch und musste sich eine mehrmonatige Auszeit nehmen.
Immer wieder hat Waltz spektakuläre Tanzstücke in Museumsräumen aufgeführt. Bei der Uraufführung von «Dialoge 09» begeisterte sie im März 2009 mehr als 10 000 Besucher im von David Chipperfield restaurierten, noch leeren Neuen Museum in Berlin.
JOHANNES MILLA: Das Szenografie-Büro Milla & Partner um den Designer Johannes Milla hat zahlreiche Ausstellungen in Museen entworfen. Zu den jüngsten Werken gehört der Deutsche Pavillon «balancity» auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai. Das Designbüro hat auch Ausstellungen von Unternehmen gestaltet, wie etwa das Science-Center von ThyssenKrupp, und für Firmen die Messe-Auftritte entworfen. In der Fachsprache nennt sich die Kunst der Inszenierung im Raum «Szenografie».
Johannes Milla wurde 1961 in München geboren und studierte Theaterwissenschaften, Psycholinguistik und Turkologie. 1989 eröffnete er mit seinem heutigen Kogeschäftsführer Peter Redlin das Büro in Stuttgart. Als der Entwurf von Milla und Waltz zum Einheitsdenkmal in der Endrunde war, sagte Milla: «Bei unserem Denkmalentwurf machen wir deutlich, dass Demokratie kein statischer Prozess ist, sondern dass dafür etwas getan werden muss.»
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