| Zwischen Kunst und Kino: Premiere für «Storyboards» |
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| Montag, 18. April 2011 um 06:29 Uhr | ||
Eine Weltpremiere in der Emder Kunsthalle: Bisher nie gezeigte optische Drehbücher («Storyboards») international bekannter Filme sind dort in einer neuen Ausstellung zu sehen.
Emden (dpa/lni) - Noch nie gezeigte «optische Drehbücher» («Storyboards») von weltbekannten Filmen sind erstmals in einer umfassenden Ausstellung der Emder Kunsthalle zu sehen. «Zwischen Film und Kunst - Storyboards von Hitchcock bis Spielberg» heißt die mit der Deutschen Kinemathek in Berlin konzipierte Schau. Im Mittelpunkt steht die wenig bekannte Kunstform der visualisierten Drehbücher oder Filmideen. Diese von Hand gezeichneten Skizzen sind wichtige Hilfsmittel für Dramaturgie und Regie, etwa bei Alfred Hitchcock in dem Schocker «Die Vögel» oder dem Vietnam-Antikriegsfilm «Apocalypse Now» von Francis Ford Coppola.
Zu den Filmen wegweisender internationaler Regisseure präsentiert die Emder Kunsthalle 17 ausgewählte Bilderfolgen. Sie wurden teils mit Kohle, Tusche oder Filzstift gezeichnet und stammen zum Teil aus Hollywood-Archiven. Die Kapitel wurden etwa Fritz Lang, Martin Scorsese, Steven Spielberg oder Stanley Kubrick gewidmet.
Komplette Drehbücher seien so nicht entstanden, sagte die wissenschaftliche Leiter Katharina Henkel am Freitag. «Meistens dienen sie als Grundlage für aufwendig inszenierte Schlüsselszenen eines Films.» Komplizierte, tricktechnisch und actionreiche Einstellungen wurden so vorbereitet - etwa bei einem infernalischen Hubschraubereinsatz von US-Soldaten während eines Überfalls auf ein vietnamesisches Dorf in «Apocalypse Now». Zu den bekannten Ikonen gehört auch der Angriff der Möwen in Hitchcocks «Die Vögel» oder der Zweikampf mit Laserschwertern in «Star Wars».
Haben sich die Kameraleute auch an diese Vorgaben gehalten? Die Ausstellungsmacher stellten den Zeichnungen Filmsequenzen gegenüber. Besucher können so den Regisseuren auf die Schliche kommen und verfolgen, ob die Vorgaben 1:1 umgesetzt wurden.
Die Idee zu der Ausstellung stammt von Nils Ohlsen, dem ehemaligen Leiter der Kunsthalle. Er übernahm 2010 die Leitung der Nationalgalerie in Oslo. Die Ausstellung in der Emder Kunsthalle ist noch bis zum 17. Juli zu sehen.
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