| Amnesty International verlangt Freilassung von Ai Weiwei |
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| Montag, 18. April 2011 um 06:29 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Mit einer Mahnwache haben etwa ein Dutzend Aktivisten der Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Samstag vor dem Brandenburger Tor in Berlin für die Freilassung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei und weiterer Regimekritiker demonstriert. Ai Weiwei war am 3. April in Peking festgenommen worden und ist seither verschwunden. An der Mahnwache beteiligte sich auch der Präsident der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck.
«Wir wollen erreichen, dass öffentlich bekannt wird, dass viele Menschen in Deutschland mit der chinesischen Politik nicht einverstanden sind», sagte Amnesty-Aktivist Martin Reiner. Dass sich Amnesty für den Künstler einsetze, zeige, dass es auch um einen politischen Fall gehe, sagte Staeck. Für den 26. April kündigte er ein Akademie-Gespräch zu Ai Weiwei an. Eingeladen sind unter anderen der frühere SPD-Politiker Egon Bahr, Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger.
An diesem Sonntag wollen sich Künstler weltweit für Ai Weiweis Freilassung einsetzen. In Anlehnung an Ai Weiweis documenta-Beitrag «Fairytale» haben die Veranstalter im Internetnetzwerk Facebook dazu aufgerufen, in verschiedenen Städten der Welt - darunter auch in Berlin und München - um 13.00 Uhr Ortszeit 1001 Stühle vor chinesischen Botschaften und Konsulaten aufzustellen.
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