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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Protestaktion mit Dr. Motte gegen Tacheles-Verkauf PDF Drucken E-Mail
Montag, 18. April 2011 um 06:29 Uhr

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Berlin (dpa/bb) - Mehr als hundert Demonstranten, unter ihnen der Love-Parade-Gründer Dr. Motte, haben am Samstag vor dem Berliner Kunsthaus Tacheles gegen den geplante Verkauf des Areals protestiert. Ihr Zorn richtete sich auch gegen eine etwa 2,50 Meter hohe Mauer im Torbogen des Hauses. Die Sperre wurde nach Angaben von Kunsthaus-Sprecherin Linda Cerna im Auftrag der Verwalterin HSH Nordbank gebaut, um die auf dem Hof arbeitenden Künstler von den im Haus arbeitenden Künstlern zu trennen. «Dadurch soll der Zusammenhalt unterbunden werden», sagte Cerna. «Man will uns scheibchenweise kleinkriegen.» Außerdem sei das Wasser abgestellt worden.

 

In Anspielung auf die Berliner Mauer forderte Dr. Motte: «Ich will nicht, dass sich Geschichte in Deutschland wiederholt. Deshalb: Die Mauer muss weg.» Künstler-Sprecher Martin Reiter forderte Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf, die Investoren zu einem Grundstückstausch zu zwingen, damit das Tacheles erhalten bleibt. Berlin könne ein Zeichen gegen billige Architektur setzen, wenn die Fläche nicht mit neuen Häusern bebaut würde.

 

Wowereit erklärte jedoch in einem Interview mit dem Tagesspiegel (Samstag): «Dieses Gelände zu entwickeln, ist nicht zum Schaden.» Es sei nicht erstrebenswert, eine Ruinensituation aufrechtzuerhalten. «Man kann nicht über jede Brache, die durch Teilung und Weltkrieg entstand, eine Käseglocke legen.»

 

Nach dem Fall der Mauer hatten Ostberliner Künstler die Kaufhausruine in Berlin-Mitte besetzt. Das inzwischen legendäre Tacheles kämpft seit langem ums Überleben. Ein Teil der Nutzer räumte die zur Zwangsversteigerung stehende Ruine Anfang April freiwillig - und erhielt dafür eine Million Euro. Woher das Geld kommt, sei noch immer unklar, sagte der Ex-Pressesprecher der nunmehr aufgelösten Gruppe, Tim Africa.

 

Die Protestaktion vor dem Tacheles sollte noch bis zum Abend dauern. Geplant waren Redebeiträge, Musik und Theateraufführungen.

 

 

www.kunsthaus-tacheles.de

 



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