| Galerie: Ai Weiwei-Ausstellung in Berlin findet statt - Debatte |
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| Mittwoch, 20. April 2011 um 06:36 Uhr | ||
Wie gehen Deutschlands Museen mit der Verhaftung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei um? Und wie sehen die Werke aus, die er für eine Berliner Ausstellung entworfen hat? Antworten gibt es nächste Woche.
Berlin (dpa) - Das Schicksal des inhaftierten chinesischen Künstlers Ai Weiwei ist ungewiss, aber eine Ausstellung mit seinen Werken in Berlin wird es zum geplanten Termin geben. Ursprünglich wollte Ai am 29. April an der Eröffnung in der Galerie Neugerriemschneider teilnehmen. Der regimekritische Künstler wurde am 3. April in Peking verhaftet, was internationale Proteste auslöste.
Die Berliner Ausstellung ist Teil des Gallery Weekends. «Wir sind sehr um das Wohlergehen von Ai Weiwei, seiner Familie, seiner Mitarbeiter und Freunde besorgt», teilte die Galerie am Dienstag mit. Die massiven internationalen Proteste machten jedoch Hoffnung, dass sich die Verantwortlichen in China zum Einlenken bewegen ließen.
Es sei immer Ais ausdrücklicher Wunsch gewesen, alle geplanten Projekte fortzusetzen, hieß es mit Blick auf die Ausstellung, die bis zum 4. Juni läuft. Zu sehen sind die Porzellanarbeiten «Rock» (2011) sowie die Holzskulpturen «Tree» (2011). Diese habe Ai speziell für die Räume der Galerie entworfen.
Über die deutsche Kunstausstellung in Peking wollen am 26. April unter anderem Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, debattieren. Zur öffentlichen Diskussion über den Umgang mit Diktaturen werden der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Klaus Schrenk, der Sinologe Tilman Spengler, der SPD-Politiker Egon Bahr und Akademie-Präsident Klaus Staeck ebenfalls erwartet.
Nach der Festnahme Ai Weiweis waren Forderungen nach einem Abbruch der Kunstschau der Museen aus Berlin, München und Dresden laut geworden. Schon vor Eröffnung der Ausstellung hatte die chinesische Regierung dem Sinologen Spengler die Einreise verweigert.
Der Deutsche Kulturrat forderte unterdessen, die Ausstellung über die Kunst der Aufklärung im Pekinger Nationalmuseum auf den Prüfstand zu stellen. Sollte Ai Weiwei nicht in kürzester Frist freigelassen werden, sei der Abbruch der Ausstellung «nur schwer zu umgehen», erklärte Kulturrats-Geschäftsführer, Olaf Zimmermann.
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