| Louvre zeigt Rembrandt: Christus nach dem Leben |
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| Donnerstag, 21. April 2011 um 06:30 Uhr | ||
Paris (dpa) - Rembrandt erregte zu Lebzeiten mit seinen Christusdarstellungen viel Aufsehen, denn sie waren erstmals nach einem lebenden Modell gemalt. «Er wollte wissen, wie Christus wirklich ausgesehen haben könnte», erklärte Blaise Ducos, Kurator der Ausstellung «Rembrandt und die Christusfigur» im Pariser Louvre. Bei dem Modell handelte es sich höchstwahrscheinlich um einen jüdischen Mann. Die rund 85 Gemälde, Holzschnitte und Zeichnungen sind bis zum 18. Juli zu sehen.
Rembrandt van Rijn (1606-1669) hat das Bild «Ein Christus nach dem Leben», auch Christuskopf genannt, um 1648 geschaffen. «Rembrandt hat die Christusdarstellung erneuert», sagte der Kurator. Mit dem auf Eichenholz aufgetragenen Bildnis brach der Holländer nicht nur mit der Vorstellung des antiken Ideals der Schönheit. Das Gemälde markiert auch gleichzeitig einen Wendepunkt in der Sicht auf das Judentum und die Juden.
Der Künstler fertigte mehrere Malereien und Studien zu Jesusporträts an. Höhepunkt der Ausstellung ist eine Serie dieser «Christusköpfe», die erstmals vereint werden konnten. Unter den Exponaten befinden sich auch Werke von Albrecht Dürer, Andrea Mantegna und Lucas van Leyden. Die Ausstellung wird in Amerika im Philadelphia Museum of Art (3. August bis 30. Oktober) und im Detroit Institute of Arts (20. November bis 12. Februar 2012) zu sehen sein.
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