| Salzburger Museum gibt in NS-Zeit gestohlenes Klimt-Gemälde zurück |
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| Freitag, 22. April 2011 um 08:14 Uhr | ||
Wien (dpa) - Das Salzburger Museum der Moderne gibt ein von den Nationalsozialisten gestohlenes Klimt-Gemälde an den Erben der ursprünglichen Besitzerin zurück. Der Wert des um 1915 entstandenen Gemäldes «Litzlberg am Attersee» des österreichischen Jugendstil-Künstlers wird auf 20 bis 30 Millionen Euro geschätzt. Gutachten hätten ergeben, dass die Ansprüche von Georges Jorisch, dem Enkel und Alleinerben der Besitzerin Amalie Redlich, gerechtfertigt seien, teilte das Museum am Donnerstag mit.
Die Salzburgerin Redlich war im Oktober 1941 nach Polen deportiert und von den Nazis ermordet worden. Die Gestapo raubte das Gemälde bei der Räumung ihrer Wohnung und verkaufte es an den Salzburger Kunsthändler Friedrich Welz, der es gegen ein anderes Werk der Salzburger Landesgalerie eintauschte. Darüber gelangte es in den Besitz des heutigen Museums der Moderne Salzburg.
Der neue Besitzer Jorisch, ein in Kanada lebender Rentner, will nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA 1,3 Millionen Euro aus dem Verkauf des Bildes dem Museum spenden. Damit solle der seit Jahren aus Geldmangel immer wieder verschobene Umbau des Wasserturms neben dem Museum auf dem Mönchsberg finanziert werden. Nach dem Willen des Museums soll der Turm dann «Amalie-Redlich-Turm» heißen.
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