| Künstlerin Darboven wäre 70 geworden - Aktionen in Hamburg |
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| Donnerstag, 28. April 2011 um 06:19 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Mit verschiedenen Aktionen wird in Hamburg der großen Konzeptkünstlerin Hanne Darboven gedacht, die am Freitag (29. April) 70 Jahre alt geworden wäre. Die Sammlung Falckenberg widmet der 2009 gestorbenen Künstlerin von Freitag an einen permanenten Raum. Dort sind jährlich mindestens zwei Wechselausstellungen mit ihren Arbeiten vorgesehen. Im Stadtteil Harburg wird am kommenden Dienstag eine Straße nach Darboven benannt. In der Technischen Universität Hamburg-Harburg soll wenig später das überdimensionale Kunstwerk «Wende 80» eingeweiht werden. In der Petri-Kirche wird ebenfalls am Dienstag ein Requiem Darbovens gespielt, die von 1971 an ihr Werk auch musikalisch umsetzte.
«Ihr anspruchsvolles Werk lässt sich mit herkömmlichen Begriffen näherungsweise als künstlerisches Schreibwerk, als bildende Kunst und als minimalistische musikalische Kompositionsarbeit bezeichnen», heißt es bei der Hanne Darboven Stiftung. Mit ihren mitunter schwer zugänglichen Arbeiten wurde die Grande Dame der Konzept-Kunst auch international berühmt. Bereits 1970 waren ihre Werke im Museum of Modern Art in New York zu sehen. Auf der Biennale Venedig 1982 vertrat sie Deutschland. Auf der documenta in Kassel war sie gleich mehrmals dabei: 1972, noch am Beginn ihrer Karriere, und 2002 auf der documenta 11.
Darboven wuchs als Tochter einer Hamburger Kaufmannsfamilie auf. Nach dem Studium an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg ging sie Ende der 1960er Jahre für zwei Jahre nach New York. Später lebte sie zurückgezogen im Süden der Hansestadt, wo sie vor zwei Jahren im Alter von 67 Jahren starb.
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