| Lehmbruck Museum demonstriert für Ai Weiwei |
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| Donnerstag, 28. April 2011 um 06:19 Uhr | ||
Duisburg (dpa/lnw) - Mit einer Plakataktion fordert das Duisburger Lehmbruck Museum die Freilassung des seit fast einem Monat inhaftierten chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Das Museum verhängte eine zehn Quadratmeter große Werbetafel in der Duisburger Innenstadt mit einem Transparent, das die Aufschrift «Free Ai Weiwei!» trägt. Darunter ist die Internetadresse einer vom New Yorker Guggenheim-Museum ins Leben gerufenen Petition an die chinesische Regierung zu lesen (http://bit.ly/freeaiweiwei). Die Petition haben bisher mehr als 120 000 Menschen unterzeichnet.
«Freie Gesellschaften erkennt man immer daran, wie sie mit der Freiheit der Meinungsäußerung und der Kunst umgehen», sagte Museumsdirektor Raimund Stecker am Mittwoch. Das Lehmbruck Museum sehe sich besonders verpflichtet, «für die Freiheit der Kunst, gleich wo auf der Welt, einzutreten». Stecker spielte damit auf die Skulptur «Die Kniende» des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) an, die 1937 von den Nazis als «entartet» verfemt wurde. Die Skulptur von 1911 galt als Beginn der expressionistischen Plastik in Deutschland.
Ai Weiwei war am 3. April in Peking festgenommen worden. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt. Künstler, Politiker und Menschenrechtsgruppen fordern die Freilassung des Regimekritikers.
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