| Schriftkunst-Museum würdigt Guggenheim und Kafka |
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| Montag, 01. August 2011 um 07:26 Uhr | ||
Offenbach (dpa) - In einer Doppelausstellung würdigt das Klingspor Museum in Offenbach von Mittwoch (3. August) an den jüdischen Sammler Siegfried Guggenheim und den Schriftsteller Franz Kafka. Der 1873 in Worms geborene Guggenheim lebte seit 1900 als Rechtsanwalt und Notar in Offenbach, wo er Vorsteher der jüdischen Gemeinde war. Im Mittelpunkt seiner Sammlung stehen religiöse Handschriften, Teppiche und liturgische Geräte, die Guggenheim in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von christlichen Künstlern für den Hausgebrauch gestalten ließ.
Prunkstück ist eine kunstvolle Haggadah, ein Buch mit Erzählungen zum Vorabend des Pessachfestes. Die Arbeiten symbolisierten «den lebendigen geistigen Austausch zwischen Judentum und Christentum», heißt im Begleittext zur Schau, die anlässlich von Guggenheims 50. Todestag umfassend gezeigt wird. Der Sammler war 1938 vor den Nationalsozialisten in die USA geflüchtet. Die in der Schau «Im Glauben an das Exquisite» gezeigten Exponate verkaufte er in den 50er Jahren aus Geldnot an das gerade gegründete Klingspor Museum. 1961 starb Siegfried Guggenheim in New York.
Der religiösen Kunst stellt das auf Schriftkunst spezialisierte Museum Interpretationen zu Romanen von Franz Kafka gegenüber. Zu sehen sind Arbeiten von Künstlern wie Hans Fronius oder Kai Pfankuch. Einen Schwerpunkt bildet Kafkas Roman «Der Prozess». Beide Ausstellungen sind bis zum 30. September geöffnet.
http://www.klingspor-museum.de
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