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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Fotografen entdecken «sozialistische Freiluftmuseen» Von Christina Horsten, dpa PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 02. August 2011 um 06:52 Uhr

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Lange galten sie als graue, gesichtslose Kästen - jetzt entdecken immer mehr Fotografen den sehr speziellen Charme sozialistischer Bauten. Gleich zwei jüngst erschienene Bildbände feiern die Ostblock-Architektur - und bieten erstaunliche Einblicke.

 

Berlin (dpa) - Das «Hotel Kasachstan» in Almaty? Das Nebengebäude der Arena von Dnjepropetrowsk in der Ukraine? Oder das Georgische Ministerium für Autobahnen? Bislang haben es all diese Gebäude nicht zu architektonischem Weltruhm gebracht. Im Gegenteil, «Ostblock-Bauten» gelten als grau, gesichtslos und einfach nur hässlich. Zwei Fotografen haben sich nun aufgemacht, dieses Image aufzupolieren. Ihre Bildbände bieten eindrucksvolle und überraschende Einblicke in die sozialistische Architektur und zeigen, dass auch in so mancher «Platte» jede Menge Kreativität steckt.

 

Roman Bezjak - in Slowenien geborener Professor an der Fachhochschule Bielefeld - und der in Frankreich lebende Publizist Frédéric Chaubin gehen dabei völlig unterschiedlich an ihre Objekte heran. Chaubin sucht das Spektakuläre und weiß es dramatisch zu inszenieren. Häufig benutzt er die Froschperspektive, wodurch die monumentalen Bauwerke noch größer wirken. Der schwere und mehr als 30 Zentimeter hohe Bildband aus dem Taschen-Verlag unterstreicht diese Herangehensweise mit großformatigen, glänzenden Fotos.

 

Ob Kronleuchter, die aussehen wie aus Glasscherben zusammengebastelt, oder kreisrunde Appartement-Häuser auf dicken Betonstelzen - Chaubins Einblicke in die «Cosmic Communist Constructions», wie er sie im Titel seines Bildbands nennt, sind originell und wecken sofort die Lust aufs Reisen an Orte wie Yalta in der Ukraine oder das kasachische Almaty.

 

Dabei war ursprünglich alles Zufall, erzählt Chaubin im Vorwort. 2003 kaufte er in einem Antiquariat in Tiflis ein Buch, in dem er die Bilder zweier kurioser Bauwerke in der georgischen Hauptstadt entdeckte. «Eigentlich war ich gekommen, um Präsident Schewardnadse zu interviewen. Da reichlich Zeit war, machte ich mich auf die Suche und habe die Gebäude auch gefunden. Erschlagen von ihren Dimensionen machte ich einige Fotos.» Normalerweise würden solche Geschichten hier enden, so Chaubin. «In diesem Fall aber wurden die durch ein Buch angeregten Aufnahmen zum Grundstein eines weiteren Buches.»

 

Roman Bezjak geht völlig anders an das Thema heran - viel konzeptioneller und theoretischer. Sein Bildband aus dem Hatje Cantz Verlag ist kleiner, die Fotos nicht ganz so glänzend. Bezjak fotografiert seine «sozialistischen Freilichtmuseen» immer aus derselben Perspektive und demselben Abstand - was nicht mehr drauf passt, passt eben nicht drauf. In seiner «dezenten Untersicht» huldige der Fotograf «der Perspektive des gewöhnlichen Fußgängers», schreibt der Architekturexperte Till Briegleb im Nachwort. Bezjaks Verdienst liege in «der Rettung von erinnerungswürdigen Bildern - Bildern, die häufig so alltäglich erscheinen, dass niemand sich die Mühe macht, ihren schmutzigen Zauber zu bannen.»

 

Nicht alles, was in diesen beiden Bildbänden zu sehen ist, wirkt anziehend - manches sogar abstoßend. Trotzdem bieten sie viele überraschende Erkenntnisse, allein schon die, dass «Platte» nicht gleich «Platte» ist, wie Inka Schube, Kuratorin des Sprengel Museums in Hannover in Bezjaks Bildband schreibt. So gab es beispielsweise in der Slowakei eine ganz eigene Architekturschule, im katholisch geprägten Polen fühlte man sich den historischen Bausubstanzen verpflichtet und in den baltischen Staaten war «nahezu jeder Neubau ein provozierendes Symbol sowjetischer Fremdherrschaft.»

 



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