| Dresdner Kokoschka-Grafik im Hegenbarth-Archiv |
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| Dienstag, 09. August 2011 um 06:49 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Parallel zur Ausstellung einer Privatsammlung mit Kokoschka-Zeichnungen im Residenzschloss zeigt das Dresdner Kupferstich-Kabinett «Graphische Folgen» aus eigenem Bestand. Die kleine Exposition im Josef-Hegenbarth-Archiv vereint 11 Zeichnungen und 94 Druckgrafiken, die aus allen wichtigen Schaffensperioden von Oskar Kokoschka (1886-1980) stammen. Das teilten die Staatlichen Kunstsammlungen am Montag mit. Die Werke stünden in Beziehung zu den im Schloss präsentierten Arbeiten aus der Sammlung des Musikers Willy Hahn (1896-1988).
So hängen die Lithographienzyklen «Der gefesselte Kolumbus» und «O Ewigkeit - Du Donnerwort», in denen sich Kokoschka unter dem Eindruck seines Verhältnisses zu Alma Mahler mit dem Konflikt der Geschlechter befasst, im Hegenbarth-Archiv. Umdruckzeichnungen und vorbereitende Studien dazu von 1913/1914 sind Teil der Sammlung Hahn. Die fünf 1921 unter dem Titel «Das Konzert» publizierten Lithographien mit dem Bildnis von Kamilla Swoboda stehen mit drei im Residenzschloss gezeigten Porträtstudien in Zusammenhang.
Der größere Teil der Exponate entstand nach 1956 und gehöre zum Spätwerk, hieß es. Neben der Suite «Die Frösche des Aristophanes» sind «Jerusalem Faces» ausgestellt, darunter Porträts des späteren Bürgermeisters Teddy Kollek oder von Außenministerin Golda Meir, die Kokoschka bei einem Besuch in Israel 1973 zeichnete. Beide späten Folgen waren Teil einer umfangreichen Schenkung von Kokoschkas Witwe Olda 1987 an das Kupferstich-Kabinett.
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