| Kunstsammlung NRW feiert 50-jähriges Bestehen |
|
|
|
| Dienstag, 09. August 2011 um 06:49 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Pünktlich zu ihrem 50. Geburtstag hat die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen das 100. Werk des Malers Paul Klee erworben. Dabei handele es sich um ein Aquarell des Künstlers (1879-1940), teilte die Kunstsammlung am Donnerstag in Düsseldorf mit. Der Ankauf von 88 Werken Klees war der Startschuss für die Gründung der landeseigenen Kunstkollektion im August 1961 durch die damalige NRW-Landesregierung. Im kommenden Jahr wird Klees Lebenswerk Thema einer umfassenden Ausstellung in der Dépendance K21 Ständehaus. Klee hatte bis zum Machtantritt der Nazis 1933 als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie gelehrt und war aus dem Amt gedrängt worden.
Die Kunstsammlung gehört mit Werken von der Klassischen Moderne über die amerikanische Pop- und Minimal-Art bis zu Arbeiten von Gegenwartskünstlern zu den wichtigsten Kunstmuseen in Deutschland. Das 50-jährige Bestehen wird am 7. September mit «einem Fest für alle» in den drei Häusern K20, K21 und dem Schmela Haus gefeiert. Führungen hinter den Kulissen geben einen Einblick in den Museumsalltag, prominente Künstler und Kulturschaffende stellen ihre Lieblingswerke in der Sammlung vor.
Kommender Themenschwerpunkt der Kunstsammlung werden die Arbeiten von Frauen sein. Die bisher unterrepräsentierten Werke von wichtigen Künstlerinnen würden in den Mittelpunkt gerückt, hieß es. So wurden im Jubiläumsjahr Arbeiten von Annette Messager und Katharina Fritsch erworben. Werke Käthe Kollwitz oder Paula Modersohn-Becker werden unter dem Titel «Grandes Dames» in die Sammlung der Klassischen Moderne integriert. Im Ständehaus öffnen ab Oktober im monatlichen Rhythmus sechs Künstlerinnenräume, die etwa Rosemarie Trockel oder Candida Höfer gewidmet sind.
Höhepunkt wird die große Herbstausstellung «Die andere Seite des Mondes - Künstlerinnen der Avantgarde» mit etwa 220 Arbeiten von acht Künstlerinnen des Dadaismus, Surrealismus und Konstruktivismus (22. 10. bis 15. Januar 2012). Nach dem Gründungsdirektor Werner Schmalenbach und dessen Nachfolger Armin Zweite ist seit 2009 Marion Ackermann Direktorin der Kunstsammlung.
|
























































