| Schirn macht zum letzten Mal die Stadt zum lebenden Museum |
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| Donnerstag, 11. August 2011 um 06:58 Uhr | ||
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Zum letzten Mal macht die Kunsthalle Schirn die Innenstadt von Frankfurt zur Ausstellungsfläche: Nach drei Jahren endet die Veranstaltungsreihe «Playing the City». In der dritten Auflage des Performance-Projekts geht es überwiegend um politische Themen. 15 lebende Kunstwerke sind von diesem Donnerstagabend an bis zum 25. August im Stadtgebiet zu entdecken. Sie sollen Passanten «verwundern, überraschen oder zum Mitmachen begeistern», wünschen sich die Organisatoren.
Ein schwedischer Künstler lässt bei einer fingierten Demonstration statt politischer Transparente abstrakte Bilder durch die Stadt tragen. Eine kubanische Künstlerin wirbt mit einer Kundgebung auf dem Römer für eine neue Gesellschaft. Die «Guerilla-Knitting-Gruppe Kommando Agnes Richter» aus München organisiert einen Strickkurs, dessen Teilnehmer dann einen noch unbekannten Ort in der Innenstadt «bestricken». Ein Schweizer Künstler lässt Freiwillige an einem Marktstand freien Willen verkaufen.
Zur Entspannung nach all den politischen und philosophischen Aktionen gibt es dann eine Kugel Eis - in den Sorten Körper, Archiv, Spektakel und Gedächtnis. Ein italienischer Eismacher hat laut Schirn «diese vier zentralen Begriffe des zeitgenössischen Kunstdiskurses in unterschiedliche Geschmacksrichtungen übersetzt».
Zusammengehalten werden die Aktionen von der Idee, dass in der modernen Kunst Produktion und Rezeption zusehends ineinander übergehen. Bei dieser im Englischen «Collaboration Art» genannten Kunstrichtung bezieht der Künstler den Betrachter in die Herstellung des Kunstwerks mit ein.
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