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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Selbstmordkommando greift britisches Kulturinstitut in Kabul an PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 23. August 2011 um 09:49 Uhr

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Die Taliban wählten ein symbolträchtiges Datum für ihren tödlichen Angriff auf das britische Kulturinstitut: Den Unabhängigkeitstag Afghanistans. Die Aufständischen lieferten sich stundenlange Gefechte - und sprachen von einer Botschaft an die «britischen Invasoren».

 

Kabul/London (dpa) - Ein Selbstmordkommando der Taliban hat am afghanischen Unabhängigkeitstag das britische Kulturinstitut in Kabul angegriffen und mindestens zehn Menschen getötet. Unter den Toten des Überfalls auf den British Council am Freitag im Zentrum der Hauptstadt seien zwei Ausländer, sagte der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Sediq Sediqqi. Nach Angaben aus afghanischen Sicherheitskreisen handelte sich um einen nepalesischen Wachmann und um einen neuseeländischen Soldaten.

 

Der British Council äußerte sich «tieftraurig» über den Angriff. Zum Zeitpunkt des Überfalls seien drei britische Mitarbeiter auf dem Gelände gewesen, die alle in Sicherheit seien. Auch die 25 afghanischen Mitarbeiter des Instituts seien nicht zu Schaden gekommen. Das Außenministerium in London teilte mit, alle betroffenen britischen Staatsbürger seien unverletzt und in Sicherheit. Nach Angaben der britischen Regierung waren Spezialkräfte aus Neuseeland an dem Einsatz gegen die Aufständischen beteiligt.

 

Seddiqi sagte, 16 Menschen seien verletzt worden. Bei den meisten Toten und Verletzten des Überfalls am Nationalfeiertag handele es sich um Polizisten. Alle drei Selbstmordattentäter seien ums Leben gekommen. Angaben aus Sicherheitskreisen zufolge starb auch ein afghanischer Zivilist.

 

Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte am Telefon: «Dieser Angriff ist eine Botschaft der Taliban an die britischen Invasoren anlässlich des Unabhängigkeitstages, an dem sie vor 92 Jahren gegen die tapferen Mudschaheddin verloren.»

 

Ein Mitarbeiter des Geheimdienstes NDS sagte, ein erster Angreifer habe sich in seinem mit Sprengstoff beladenen Wagen vor dem Tor des British Council in die Luft gesprengt. Damit habe er seinen beiden Mitkämpfern Zugang zu dem Gelände verschafft. Afghanische Polizisten, Soldaten und Geheimdienstler sowie internationale Truppen benötigten mehr als acht Stunden, um den letzten der drei Angreifer zu töten. Schusswechsel und Explosionen waren kilometerweit zu hören. Fenster in der Umgebung barsten, Rauch stand über der Stadt.

 

Das britische Außenministerium verurteilte die Tat als «verachtenswert». Der afghanische Präsident Hamid Karsai sagte, solche Angriffe seien ein Zeichen der Schwäche. Die Internationale Schutztruppe Isaf sprach von einem «abscheulichen Akt des Mordes und der Zerstörung».

 

Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich «entsetzt über den brutalen Anschlag». Deutsche waren nach seinen Angaben nicht betroffen.

 

Afghanistan beging am Freitag seinen Unabhängigkeitstag. Das Land gehörte zwar nie zum britischen Imperium, die Briten erkannten vor 92 Jahren nach dem dritten Afghanisch-Britischen Krieg in einem Abkommen aber die Unabhängigkeit an. Mit 9500 Soldaten ist Großbritannien der größte Truppensteller in Afghanistan nach den USA. Der British Council ist Großbritanniens internationale Organisation für Bildung und Kultur. Er ist vergleichbar mit dem deutschen Goethe-Institut.

 

Im Juni hatte ein Selbstmordkommando der Taliban das auch von Ausländern besuchte Hotel Intercontinental in Kabul überfallen und mehrere Menschen getötet. Die Attentäter hatten sich ebenfalls stundenlang in dem Gebäude verschanzt. Das Hotel liegt unweit des British Council in der Hauptstadt. In den vergangenen Monaten gelangen den Taliban in verschiedenen Landesteilen immer wieder spektakuläre Angriffe auf prominente Ziele.

 



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