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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Lärm und Staub für die Kunst in Kronach PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 23. August 2011 um 09:49 Uhr

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Kronach (dpa/lby) - Es staubt und lärmt derzeit auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände in Kronach. Der Grund: Der polnische Künstler Ignacy Nowodworski bearbeitet für die «4. Kronacher Sandsteintriennale» zwei tonnenschwere Steinblöcke. In seinem offenen Atelier sollen bis Ende August die beiden Skulpturen «Traum und Wirklichkeit» entstehen.

 

Auf dem Gelände, auf dem 2002 die Besucher der Landesgartenschau flanierten, hat der Kunstverein Kronach große Skulpturen aufgestellt, nach jeder Triennale kommen weitere hinzu. «Der Sandstein hat eine große Tradition in Kronach», sagte der Vorsitzende des Kunstvereins, Karol Hurec. Im 19. Jahrhundert habe es in der Gegend mehr als 100 Sandsteinbrüche gegeben, Kronacher Gestein sei bei Bauarbeiten in ganz Deutschland beliebt gewesen und etwa auch beim Bau des Berliner Reichstags und des Schlosses Herrenchiemsee verwendet worden. Neben dem offenen Atelier hat der Verein für die Triennale auch Ausstellungen, Führungen und Workshops organisiert.

 

Zwei Gesteinsblöcke - 10 und 18 Tonnen schwer - hat der Kunstverein Nowodworski zur Verfügung gestellt. Der 31 Jahre alte Künstler, der am Institut für bildende Künste in Opole studiert hat, arbeitet rund acht Stunden täglich, oft mit einem Winkelschleifer, dann mit Keilen und Hammer. Mit Ohrenschützern und Staubschutzmaske sieht er auf den ersten Blick eher aus wie ein Handwerker und nicht wie ein Bildhauer. Viele Kronacher, aber auch Ausflügler und Touristen schauen ihm bei seiner Arbeit über die Schulter. «Ich habe mich daran gewöhnt», sagte er schmunzelnd. Einige würden ihm sogar Kaffee und Kuchen vorbeibringen: «Das ist wirklich sehr nett.»

 

Nowodworski, der auch als Kunstpädagoge arbeitet, kombiniert normalerweise unterschiedliche Materialien wie etwa Holz und Metall für seine Skulpturen. «Deshalb ist diese Arbeit allein aus Stein eigentlich ungewöhnlich für mich.» Auch seien die für Galerien oder Museen konzipierten Arbeiten viel kleiner als die mehr als zwei Meter hohen Gesteinsblöcke. «Es ist schön, auch einmal in dieser Dimension arbeiten zu können», sagte er. Darstellen will er eine Frau und einen Mann, die sich im Park gegenüberstehen - die Frau sei eine Träumerin, der Mann verkörpere einen Realisten, erläuterte er.

 



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