| Anwältin im Prozess um Kunstdiebstahl im Zeugenstand |
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| Dienstag, 23. August 2011 um 09:49 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Prozess um den mysteriösen Kunstdiebstahl von Werken aus der Sammlung der Oetker-Dynastie musste am Mittwoch eine Rechtsanwältin in den Zeugenstand. Die Juristin hatte den 62-jährigen Angeklagten früher anwaltlich vertreten. Sie hatte angekündigt, zu dem Fall umfassend aussagen zu wollen. Am Mittwoch hatte sie es sich aber anders überlegt und machte vor dem Düsseldorfer Amtsgericht von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Was sie zu ihrem Sinneswandel bewogen hat, ließ die Frau offen.
Vor drei Jahren waren aus dem zum Oetker-Konzern gehörenden Bankhaus Lampe in Düsseldorf acht Gemälde der Kunstsammlung von Rudolf August Oetker und weitere Kunstgegenstände verschwunden. Die Diebe hatten bei ihrem Coup Originalschlüssel der Bank verwendet und Gemälde von Carl Spitzweg, Paula Modersohn Becker und Gabriele Münter gestohlen.
Zwei weitere Rechtsanwälte sollen ebenfalls noch als Zeugen gehört werden. Sie waren als Vermittler für den Rückkauf der gestohlenen Gemälde aufgetreten. Gegen die Advokaten waren Ermittlungen eingeleitet worden. Weitere Zeugen, die in dem mysteriösen Fall zur Aufklärung beitragen sollten, hatten sich abgemeldet.
Der Versicherungswert der Kunstwerke betrug insgesamt fast eine Million Euro. Die Versicherung hatte über einen Rückkauf der gestohlenen Gemälde verhandelt. 150 000 Euro sollen im Gespräch gewesen sein. Der Prozess wird fortgesetzt.
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