| «Canaletto-Blick» strahlend zurück im Dresdner Zwinger |
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| Freitag, 26. August 2011 um 04:24 Uhr | ||
Zwei Jahre lang blieb der berühmte «Canaletto-Blick» auf das barocke Dresden in Öl Besuchern der Gemäldegalerie Alte Meister verborgen. Das Gemälde von Bernardo Bellotto von 1748 musste dringend restauriert werden. Zurück im Zwinger, ist es kaum wiederzuerkennen.
Dresden (dpa/sn) - Heller, frischer und kühler: Nach zwei Jahren ist der berühmte «Canaletto-Blick» zurück in der Gemäldegalerie Alte Meister Dresden. Die 1748 von dem Venezianer Bernardo Bellotto (1722-1780) gemalte Stadtansicht «Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustsbrücke» wurde erstmals seit ihrer Entstehung grundlegend restauriert. «Es ist die Wiederherstellung eines Ideals», sagte Galeriedirektor Bernhardt Maaz am Donnerstag. Das 1,33 mal 2,37 Meter große Gemälde sei ein Leitbild für Dresden und berühmt wie Raffaels «Sixtinische Madonna».
Die Staatlichen Kunstsammlungen feiern die Rückkehr ihres Meisterwerks in den Zwinger mit einer Ausstellung, die am Abend eröffnet werden sollte. Neben dem «Bestseller» sind darin bis zum 20. November zehn weitere Gemälde mit Dresden-Ansichten sowie elf Radierungen des Künstlers von der Stadt zu sehen, darunter auch seine Reproduktion des «Canaletto-Blicks».
Von Bellottos berühmtester Stadtansicht existieren drei weitere Fassungen. Das Original wurde mikroskopisch, mit UV-Fluoreszenz und Infrarot untersucht und geröntgt. Dabei stellten die Experten fest, dass Bellotto das damals sehr moderne Pigment Preußischblau verwendete. Es sei durch starke Lichteinwirkung über die Zeit aber verblasst, sagte die Leiterin der Restaurierungswerkstatt, Marlies Giebe. «Der Himmel wirkt daher, anders als der Künstler ihn malte, transparenter, kühler und fast silbergrau.»
Um- und Auslagerungen, Transporte Ausleihen und frühere Bearbeitungen schädigten das seit 1834 fast durchgehend gezeigte Kunstwerk, das bis 1984 auch als Botschafter für den Wiederaufbau Dresdens durch die Welt reiste.
Die Dresdner Galerie besitzt 35 Gemälde von Bellotto. «Wir machen weiter mit der Voruntersuchung zu einer Ansicht vom Zwingerhof», sagte Restaurierungschefin Giebe. Drei weitere Bellotto-Stadtansichten seien stark beschädigt und müssten dringend grundlegend restauriert werden. «Bei den anderen sind nur Teilarbeiten nötig, da geht es um eine vorbeugende Konservierung.»
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