| Neue Basis für Festival junger Künstler Gespräch: Manfred Präcklein, dpa |
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| Montag, 29. August 2011 um 04:33 Uhr | ||
Das Festival junger Künstler hat seine Spitzenstellung auf künstlerischem Gebiet erneut unter Beweis gestellt. Nach einem politischen Alarmsignal der Festival-Chefin bemühen sich die Verantwortlichen nun um eine langfristige finanzielle Basis.
Bayreuth (dpa/lby) - Die Brandrede von Intendantin Sissy Thammer zum Auftakt des 61. Festivals junger Künstler hat Wirkung offenbar gezeigt. «Führende Politiker von Bund und Land haben versprochen, das Festival auf eine neue finanzielle Basis zu stellen», sagte Thammer der Nachrichtenagentur dpa. Dazu sollen neue Ziele und Aufgaben entwickelt werden. Der Bund und der Freistaat Bayern hatten ihren Zuschuss für das traditionsreiche Festival kurzfristig um ein Drittel gekürzt. Mit der Pro-Helvetia-Stiftung wurde zudem ein neuer Sponsor gewonnen. «Die Stiftung war derart beeindruckt von den künstlerischen und politischen Ergebnissen, dass sie 2012 das Projekt "Richard Wagner und die Schweiz" finanziert», betonte Thammer.
Seinen hohen künstlerischen Anspruch hat das Festival am Rande der Richard-Wagner-Festspiele mit drei herausragenden Projekten erneut unter Beweis gestellt. «Das Symphonieorchester hat mit "Die Ideale" von Franz Liszt und Bruchstücken aus Wagners "Ring» in der Originalfassung des Komponisten außerordentlich hohe Ansprüche an die 125 jungen Musiker aus 34 Nationen gestellt», sagte Thammer zum Abschluss des Festivals. «Das Konzert war großartig; der Geist Richard Wagners wurde sichtbar.»
Seinen politischen Auftrag des Miteinanders der Kulturen und Nationen hat das Festival laut Thammer mit dem Projekt «Orient meets Occident» erfüllt. In zwei Konzerten hätten Musiker aus Ägypten, Deutschland und Tunesien eine völlig neue Mischung aus klassischen arabischen Musikelementen und dem westlichen Jazz kreiert. «Wir haben bis dato Ungehörtes erlebt, das hat mich zutiefst befriedigt», betonte die Intendantin.
Neben Liszt und Wagner widmete sich das Festival unter dem Motto «Zukunftsmusik» einem dritten großen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Zum 100. Todestag von Gustav Mahler inszenierte Dirk Schattner im Musiktheater-Workshop Mahler-Lieder mit dem Titel: «Ich bin der Welt abhandengekommen ...».
Großen Wert legt die Festival-Chefin auf die Ausbildung von Kulturmanagern. «Im Projekt "Sprungbrett» führen wir junge Menschen praxisnah an künftige Führungsaufgaben heran», sagte Thammer. So wurde das Festival unter anderem zum Sprungbrett für den Marketingchef des Theaters Konstanz, Christoph Bader, für Marcus Axt, den Programmchef der Berliner Philharmoniker, sowie den Geschäftsführer der Ruhr-Triennale, Thomas Eisenträger. Aber auch Sängerinnen wie etwa Linda Watson und zahlreiche Mitglieder des Bayreuther Festspielorchesters haben ihre ersten Schritte beim Festival junger Künstler absolviert
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