| Land gibt eine Million Euro mehr für Sprengel Museum |
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| Mittwoch, 31. August 2011 um 04:43 Uhr | ||
Hannover (dpa/lni) - Das Land Niedersachsen fördert die ins Stocken geratene Erweiterung des Sprengel Museums mit einer Million Euro mehr als ursprünglich zugesagt. «Für Hannover ist die Erweiterung des Museums ganz besonders wichtig», sagte Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) im Interview mit der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Dienstag).
Der Anbau schaffe die Voraussetzungen dafür, dass das Museum mit seinen Ausstellungen zur bildenden Kunst auch im europäischen Maßstab glänzen könne. Die Stadt Hannover als Bauherr hatte bei den Planungen vergessen, den üblichen Index für steigende Baukosten einzuberechnen. Damit hatte sich eine Finanzierungslücke von 3,5 Millionen Euro aufgetan.
Der Anbau soll nach einer neuen Empfehlung der Jury des Architektenwettbewerbs jetzt eine reliefartige Sichtbetonfassade bekommen. Der Siegerentwurf hatte zunächst eine verspiegelte Glasfassade beinhaltet. «Ich finde diesen Entwurf wunderbar, weil er zu den positiven Aspekten des allerersten Entwurfs zurückkommt», sagte Museumsdirektor Ulrich Krempel am Dienstag.
Den Alternativ-Entwurf des Schweizer Architektenbüros Meili+Peter hatte auch Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) favorisiert. Das Votum sei aus ästhetischen Gründen gefallen und nicht nur weil die Sichtbetonfassade 300 000 Euro günstiger sei, betonte der Juryvorsitzende Adolf Krischanitz. Der Kostenrahmen des Projekts liegt nun bei 28,5 Millionen Euro.
An diesem Mittwoch treffen sich Wanka und Weil zu einem Gespräch über den Sprengel-Anbau. Dann wird verhandelt, ob auch die Stadt ihren Finanzierungsanteil erhöhen wird. Ursprünglich war vereinbart, dass Stadt und Land je fünf Millionen geben, das Land gibt nun sechs Millionen Euro. Zehn Millionen Euro sollen aus dem Efre-Fördertopf der Europäischen Union fließen, weitere fünf Millionen von privaten Sponsoren kommen.
Wegen des peinlichen Rechenfehlers stand Hannovers Kulturdezernentin Marlis Drevermann in den vergangenen Wochen erneut in der Kritik. Spekulationen über einen möglichen Rücktritt nach den Kommunalwahlen wies die Dezernentin am Dienstag aber zurück. Bereits bei den Planungen für das Museum im Schloss Herrenhausen war ihrem Ressort ein Rechenfehler unterlaufen. Hier hatten sich unter anderem die geplanten Personalkosten mehr als verdoppelt, weil zunächst Nebenkosten nicht berücksichtigt worden waren.
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