| Direktor der Staatsgalerie Stuttgart geht nach Dublin |
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| Donnerstag, 01. Dezember 2011 um 05:19 Uhr | ||
Stuttgart (dpa) - Der Direktor der Stuttgarter Staatsgalerie wechselt nach Dublin. Sean Rainbird werde kommendes Jahr die Leitung der Irischen Nationalgalerie übernehmen, teilte das Kunstministerium am Mittwoch in Stuttgart mit. Der Brite war seit 2006 Leiter des bedeutenden Stuttgarter Hauses - sein Vertrag läuft eigentlich bis Oktober 2012. Rainbird sagte den «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstag): «Für mich war es der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung.»
Staatssekretär Jürgen Walter (Grüne) erklärte, das Land habe dem Kunsthistoriker eine Vertragsverlängerung um weitere fünf Jahre angeboten. Man respektiere jedoch seine Entscheidung, vorzeitig gehen zu wollen. Wann genau das sei, stehe noch nicht fest. Walter lobte zugleich Rainbirds «außerordentlich engagierte und kompetente Arbeit an der Spitze der Staatsgalerie».
Rainbird war vor seiner Zeit in der Landeshauptstadt an der Londoner Tate Gallery tätig. Eine Expertenkommission unter Vorsitz Walters soll nun einen Nachfolger finden. «Ich wollte das Haus als Museum neu positionieren», sagte Rainbird und verwies auf den «deutlichen Ausbau der unsichtbaren, aber unverzichtbaren Komponenten eines Museums» - etwa die Neuordnung des Depots und die digitale Aufarbeitung der Bestände. Sie seien «entscheidende Voraussetzungen für die Forschung im Haus wie auch für den internationalen Leihverkehr».
Nationale Beachtung fand Rainbirds Initiative für einen kostenlosen Eintritt in die Staatsgalerie. «Diese Idee würde ich auch jetzt gerne noch einmal mitgeben.» Er sei sich sicher, dass ein solches Angebot die Schwelle für Erstbesucher deutlich senken würde. Gleichzeitig forderte Rainbird mehr Selbstbewusstsein bei Stadt und Land: «Wenn wir von der Staatsgalerie Stuttgart sprechen, reden wir von einer Sammlung und einer Architektur von Weltrang.»
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