| Gothaer Ausstellung zu «Schwein.Kram!» |
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| Donnerstag, 01. Dezember 2011 um 05:19 Uhr | ||
Gotha (dpa/th) - Es ist Glücksbringer und Schimpfwort und landet zum Essen auf dem Tisch: das Schwein. Unter dem Titel «Schwein.Kram!» macht ab Samstag eine Ausstellung auf Schloss Friedenstein Gotha mit alltäglichen und kuriosen Dingen rund um Sau und Eber vertraut. Etwa 300 Exponate zeigen bis 26. Februar im Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde die besondere Beziehung zwischen Mensch und Schwein auf, die sich genetisch sehr ähnlich sind. Die Entdeckungsreise in die Welt des Borstenviehs führe deshalb in ganz unterschiedliche Bereiche - von der Nutzung in der Medizin bis zur Ledermode. Die Ausstellung wurde von der «KULTURelle» in Sulz am Neckar entwickelt und mit Leihgaben und eigenen Exponaten ergänzt.
Der Mensch habe im Laufe der Domestizierung eine Fülle an Nutzungsmöglichkeiten entwickelt: Nicht nur das Fleisch des Schweins wird gegessen, Borsten, Knochen und Fett sind Grundlage vieler Alltagsgegenstände. «Wir bewundern es auf der Leinwand und tragen es auf der Haut», erklärte Stiftungsdirektor Martin Eberle. Es ist als Sparschwein und Glücksbringer zu Silvester außerordentlich bleibt. Die Ausstellung erklärt auch, warum das Schwein in vielen Kulturen und Sprichwörtern zur Beschreibung glücklicher oder unheilvoller Geschehnisse herhalten muss.
Die Stiftung Schloss Friedenstein bleibt mit dem Schweine-Thema ihrem diesjährigen tierischen Schwerpunkt treu. Wie bei der großen Ausstellung «Elefantastisch» trägt die Hauptperson auch diesmal einen Rüssel, nur eben um einiges kürzer als der Elefant. Ergänzt wird die Sonderschau durch einen literarischen Abend mit «Schweinischen Geschichten» und dem Vortrag «Borstenvieh und Schweinespeck» zur Schweinezucht. Die Museumspädagogen basteln mit jungen Besuchern ein Glücksschwein.
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