| Preisgericht wählt 27 Konzepte für Bauhaus-Museum aus |
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| Montag, 05. Dezember 2011 um 05:35 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Für das geplante neue Bauhaus-Museum Weimar sind die ersten Pflöcke eingeschlagen worden. Das Preisgericht der Klassik Stiftung wählte am Freitag 27 Teilnehmer von 536 aus. Sie hatten städtebauliche, architektonische und innenräumliche Konzepte vorgelegt, wie das künftige Gebäude aussehen könnte. Die 27 Ausgewählten nehmen nun an der zweiten Wettbewerbsrunde teil. Am 15. März wolle das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Jörg Friedrich (Hamburg) das Siegermodell vorstellen, teilte die Stiftung mit. Welcher Architekt welchen Entwurf geschaffen hat, weiß die Jury bisher nicht.
Die wertvollen Sammlungen aus der Anfangszeit der wichtigsten Architektur- und Design-Schule des 20. Jahrhunderts sind seit Jahren provisorisch unter unzureichenden Bedingungen untergebracht. Der Museumsneubau ist das Hauptprojekt des Masterplans «Kosmos Weimar». Die Investitionskosten sind auf rund 22 Millionen Euro veranschlagt, für die Baukosten stehen 14,5 Millionen Euro zur Verfügung.
«Wir haben in den letzten Tagen eine Vielzahl spannender Entwürfe gesehen und intensiv diskutiert», sagte Stiftungspräsident Hellmut Seemann. «Ich bin davon überzeugt, dass es dem Preisgericht im kommenden März gelingen wird, einen Entwurf zu prämieren, der die Grundlage dafür sein wird, das Bauhaus-Museum zu einem neuen, international ausstrahlenden Zentrum der Kulturstadt zu machen.»
Die Stiftung besitzt mit der Sammlung von Walter Gropius den ältesten überhaupt existierenden Bauhaus-Bestand. Seit 1990 wurde der Fundus aus der Sturm- und Drangzeit der Schule enorm erweitert. «Erst durch den Neubau wird es möglich sei, dem Bauhaus in Weimar einen adäquaten musealen Raum zu bieten», erklärte Wolfgang Holler, Generalmusikdirektor Museen der Stiftung. Weimar werde auch als Ort der Moderne profiliert.
Der Wettbewerb hatte international eine große Resonanz: 2189 Architekten aus 60 Nationen hatten sich registrieren lassen. 2039 Anmeldungen kamen aus 32 europäischen Ländern, davon 1151 aus Deutschland und 70 aus Thüringen.
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