| Malerei der klassischen Moderne in Jena |
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| Montag, 05. Dezember 2011 um 05:35 Uhr | ||
Jena (dpa/th) - «Von Renoir bis Picasso. Künstler der École de Paris» sind von Sonntag an in den Kunstsammlungen Jena zu sehen. Paris war in den Jahrzehnten vor und nach 1900 die Welthauptstadt der Kunst, erklärte Kunstwissenschaftler Erik Stephan von den Kunstsammlungen am Freitag. Die Werke der Künstler gehörten heute zu den weltweit am meisten bewunderten. Die 96 Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung Petit Palais in Genf geben einen Überblick über die verschiedenen Kunstrichtungen jener Zeit.
Arbeiten von Marc Chagall, Pablo Picasso, Auguste Renoir und Maurice Utrillo sind bis zum 4. März ebenso zu sehen wie Werke von Auguste Chabaud, Kees van Dongen, Moise Kisling, Théophile Alexandre Steinlen, Suzanne Valadon, Louis Valtat und anderen.
Bildende Künstler aus zahlreichen Ländern hatten sich in Paris versammelt und entwickelten dort zusammen mit französischen Malern verschiedene Richtungen der künstlerischen Moderne: vom Impressionismus und Neo-Impressionismus bis zum Kubismus. Im Vergleich zu anderen Schulen beschreibt die École de Paris keine einheitliche Stilrichtung, noch war sie eine programmatisch miteinander verbundene Künstlergemeinde. Unter dem Namen wird vielmehr die Gesamtheit der zu dieser Zeit in Paris arbeitenden Künstler erfasst.
In diesem Schmelztiegel der Nationen revolutionierten die Künstler mit ihren hellen leuchtenden Farben und kurzen Pinselstrichen die Kunst und schockierten oftmals das Publikum. Mensch und Landschaft galten nicht mehr als gottgegebenes Maß. An deren Stelle traten vielmehr Motive, die von den Stimmungen des Künstlers, von Licht und Bewegung geprägt waren.
Für Thüringer Kunstfreunde ist es nicht die erste Begegnung mit der École de Paris. Unter anderem stellte das Kunsthaus der Apolda Avantgarde 1997 Leihgaben privater Sammler vor.
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