| Kunststiftung in neuem Domizil - höhere Kosten? Von Georg-Stefan Russew, dpa |
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| Montag, 05. Dezember 2011 um 05:35 Uhr | ||
Die Landeskunststiftung hat ihr neues Domizil bezogen - und Hunderte kamen, um es zu sehen. Doch ausgerechnet am Eröffnungswochenende keimen Zweifel am Kostenrahmen.
Halle (dpa/sa) - Mehrere hundert Besucher haben sich am Sonntag am Tag der offenen Tür in Halle das neue Domizil der Landeskunststiftung angesehen. «Allein in der ersten Stunde sind mehr als 200 Interessierte gekommen», sagte Direktorin Manon Bursian, die mit mehr als 1000 Besuchern bis zum Ende des Tages rechnete. Sie wies einen Bericht zurück, wonach der Umzug der Stiftung von der Hallenser Moritzburg ins Neuwerk 11 für den Steuerzahler teurer werde als geplant. Er werde «keinen Cent mehr kosten», hob Bursian hervor.
«Wir haben vom Land eine halbe Million und vom Bund 1,5 Millionen Euro bekommen. Dieses Budget ist vollkommen ausreichend. Einen Mehrbedarf kann ich nicht erkennen», sagte Bursian der Nachrichtenagentur dpa. Die «Mitteldeutsche Zeitung» (Samstag) hatte berichtet, dass wegen des Umzugs 2,6 Millionen Euro zusätzlich in den Nachtragshaushalt des Landes gestellt werden müssten.
Demnach soll das Geld zunächst in den Weiterbau der Musikscheune des Klosters Michaelstein bei Blankenburg (Harz) fließen. Diese Transaktion sei nur nötig geworden, weil der ehemalige Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) zwei Millionen Euro Sanierungsmittel für das Kloster in die Kunststiftung umgelenkt habe, schreibt das Blatt unter Berufung auf die Vorsitzende des Finanzausschusses des Landtags, Angelika Klein (Linke). Olbertz selbst weise diesen Vorwurf zurück.
Bursian lobte den neuen Standort. Besonders die Größe der Ausstellungsfläche, die auch große und schwere Installationen zu lasse, konnte vor allem Kunststudenten vom benachbarten Design Campus überzeugen. «Wir haben sehr viele Anfragen, zu eigenen, neuen Ausstellungen von den Studenten erhalten», sagte Bursian.
Erst am Samstag hat die Stiftung das umgebaute Wohnhaus offiziell in Besitz genommen. Eine erste Ausstellung unter dem Titel «Von hier aus» zeigt noch bis zum 20. Januar 2012 Werke von elf Stipendiaten der Kunststiftung aus Keramik, Holz und Farbe. In der Galerie des Hauses soll nach Bursians Angaben künftig vor allem zeitgenössische Kunst gezeigt und diskutiert werden. Ziel der Stiftung sei es, vor allem Gegenwartskunst aus Sachsen-Anhalt zu fördern. Bisher residierte die Landeskunststiftung in der Hallenser Moritzburg.
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