| Weniger Geld für Feininger-Galerie kann Aus bedeuten |
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| Mittwoch, 07. Dezember 2011 um 05:39 Uhr | ||
Das europaweit einzige Museum zu Ehren des Malers und Grafikers Lyonel Feininger steht auf der Kippe. Der Landkreis Harz will künftig viel weniger Geld in die Galerie investieren. Es droht die Schließung des Kleinods.
Quedlinburg (dpa/sa) - Die seit 25 Jahren bestehende Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg steht wegen einer drohenden Kürzung bei den Zuschüssen vor dem Aus. Der Landkreis Harz wolle die jährliche Zahlung für den Zeitraum von 2012 bis 2015 um 70 000 Euro auf 200 000 Euro eindampfen, teilten die Stiftung Moritzburg und der Fremdenverkehrsverein Quedlinburg am Dienstag mit. Im schlimmsten Fall verringere sich der Zuschuss auf nur noch 130 000 Euro. «Dann werden wir die Galerie schließen müssen», sagte der Verwaltungsleiter der Stiftung Moritzburg, Claus Rokahr. «Das fehlende Geld für einen Betrieb können wir dann nicht mehr aufbringen.»
Der Kreistag wolle am Mittwoch über den Zuschuss entscheiden. 2006 wurde die Feininger-Galerie der Stiftung Moritzburg in Halle zugeordnet. Damals geschlossene Verträge über Förderungen liefen in diesem Jahr aus. «Ursprünglich wollte der Kreis statt zuletzt 270 000 Euro nur noch 130 000 Euro zahlen», sagte Rokahr. «Wir haben jedoch nachverhandelt, und nun stehen in der Beschlussvorlage 200 000 Euro.» Trotzdem wisse niemand, was kommt. «Selbst 200 000 Euro sind zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel», sagte Rokahr. Er begründete die drohende Schließung mit den hohen Fixkosten des Galeriebetriebs. «Wir sparen schon an den variablen Kosten, beispielsweise beim Ausstellungsprogramm. Aber mehr geht einfach nicht.»
Die Lyonel-Feininger-Galerie wird vom Land, dem Landkreis, der Stadt und einem Förderverein unterstützt. Jährlich besuchen rund 13 000 Menschen das Museum, das nach dem amerikanischen Maler und Grafiker Lyonel Feininger (1871-1956) benannt ist. Derzeit ist das Museum geschlossen. Bis Ostern 2012 werden rund 600 000 Euro in den Brandschutz und andere sicherheitsrelevante Arbeiten investiert. Außerdem werden derzeit mit einem Millionenaufwand die Räumlichkeiten erweitert. Die Arbeiten sollen im Herbst 2013 fertig sein.
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