| «Art Award» - Klingende Pflanzen und Computergemälde Interview: Christiane Raatz, dpa |
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| Montag, 12. Dezember 2011 um 05:22 Uhr | ||
Meditativ, sinnlich, lehrreich - der «Cool Silicon Art Award» würdigt Werke, die nicht nur schön sein sollen. Für die Auszeichnung haben sich Künstler mit Mikro- und Nanoelektronik beschäftigt. Eine Botschaft: Es gibt immer mehr, als man sieht.
Dresden (dpa/sn) - Zum ersten Mal wird der mit 10 000 Euro dotierte «Cool Silicon Art Award» vergeben. Jurymitglied und Kunsthistoriker Martin Müller zeigt sich im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa begeistert über den Austausch von Kunst und Wissenschaft.
Herr Müller, was ist das Besondere am neuen Kunstpreis «Cool Silicon Art Award»?
Müller: «Das Spannende ist, dass wir in Dresden mit Cool Silicon ein Spitzencluster haben und dass es einen regen Austausch zwischen Kunst, Wissenschaft und Entwicklung gibt. Dabei geht es nicht darum, dass Künstler technische Vorgänge bebildern, sondern vielmehr ganz grundlegende Fragen behandeln: Zum Beispiel wie wir mit unseren Ressourcen umgehen, um den wachsenden Energieverbrauch oder die steigende Verbreitung von Computern. Themen, die weltweit von Bedeutung sind.»
Wie werden solche Themen von den Künstlern umgesetzt?
Müller: «Zum Beispiel hängen in einer Installation von französischen Künstlern Pflanzen herunter. Wenn man in die Nähe der Pflanzen kommt, entstehen Klänge, ausgelöst durch elektrostatische Energie. Zum einen geht es um das sinnliche Erlebnis und zum anderen erfahren die Zuschauer, dass es mehr gibt als das, was man sieht. Die Energien sind da, obwohl sie ja unsichtbar sind.»
Im Finale sind zehn Arbeiten aus sechs Ländern, welche Bandbreite ist vertreten?
Müller: «Die Künstler zeigen ein breites Spektrum, wir haben zum einen Installationen wie die Pflanzen, aber auch eine vier Meter große Scheibe, auf der sich Fahrzeuge bewegen. Das vermittelt dem Zuschauer ein ganz meditatives Empfinden von Beschleunigung. Mit dabei ist auch ein Fotograf aus England, der sich mit den vier Elementen beschäftigt, dazu konstruiert er Fotos am Computer zu Bildern.»
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