| Der Expressionismus in der deutschen Malerei |
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| Donnerstag, 15. Dezember 2011 um 05:23 Uhr | ||
Essen (dpa) - «Der Blaue Reiter» hieß eine 1911 unter anderem von Wassily Kandinsky, Franz Marc und August Macke gegründete expressionistische Künstlervereinigung. Der Name sagt viel aus über das Programm der um 1910 entstandenen neuen Kunstrichtung: Unter dem Eindruck einer sich überschlagenden Technisierung und des drohenden Weltkrieges wenden sich deutsche und russische Künstler immer stärker vom naturalistischen Stil der Akademien ab. Pferde und Reiter sind nicht blau, die Expressionisten malen sie aber so und das gegen jede Tradition in unvermischten Farben. Formen und Perspektive zählen nicht mehr, auf den expressiven Ausdruck des Künstlerempfindens kommt es an.
Denselben Weg gingen schon seit 1905 die Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff mit ihrer Dresdener Gruppe «Die Brücke». Als wichtige Wegbereiter gelten Vincent van Gogh und Edward Munch - beispielsweise mit seinem weltberühmten Gemälde «Der Schrei». Die Nazidiktatur machte der Kunstrichtung endgültig ein Ende. Viele expressionistische Werke wurden als angeblich «entartete» Kunst beschlagnahmt und verschwanden in Depots oder wurden verkauft.
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