| Museen zeigen ihre Schätze im Internet |
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| Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 05:09 Uhr | ||
Jena (dpa/th) - Mehr als 2200 Schätze aus 18 Thüringer Museen sind seit Montag im Internet über das Portal www.museen.thueringen.de zu bestaunen. Kostbare Gemälde aus der Sammlung früher italienischer Tafelmalerei des Altenburger Lindenau-Museums werden dort ebenso präsentiert wie die präparierte Elefantenkuh «Miss Baba» der Stiftung Schloss Friedenstein und filigrane Glaskunst des Museums in Lauscha. Bis Jahresende sollen 400 zusätzliche Objekte von drei weiteren Einrichtungen folgen, teilte der Museumsverband mit. Dazu zählen Stücke aus den archäologischen und orientalischen Sammlungen der Universität Jena.
Von dem Portal erhoffen sich die Museen nicht nur eine größere Reichweite. Denn dort können sich die Häuser gemeinsam mit ihren aktuellen Projekten und Ausstellungen präsentieren. Auch Wissenschaftler können sich dort einen Überblick über die musealen Schätze Thüringens verschaffen und erhalten neben der Abbildung auch detaillierte Informationen zum Objekt.
Die personalintensive Digitalisierung der Bestände sei eine Aufgabe, die noch Jahrzehnte dauern werde, sagte der Geschäftsführer des Museumsverbandes, Holger Nowak. Schätzungen zufolge umfassen die Thüringer Sammlungen rund 4,5 Millionen Objekte. Nowak: «Die Dunkelziffer liegt sicherlich deutlich darüber.» Denn nicht alles sei erfasst. Er gehe davon aus, dass sich in den kommenden Jahren noch weitere Museen mit ihren wichtigsten Beständen auf dem Internetportal präsentieren. Der Verband zählt 214 Mitglieder.
Das Kultusministerium hat das Projekt bisher mit mehr als einer Million Euro unterstützt. Im kommenden Jahr stellt es noch einmal 300 000 Euro bereit, um das zeitaufwendige Digitalisieren voranzutreiben. Nach Worten von Kultusminister Christoph Matschie (SPD) sollen die Kulturgüter damit nicht nur für die Zukunft gesichert, sondern auch unabhängig von ihrem Aufbewahrungsort verfügbar gemacht und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Matschie kündigte an, 2012 in einem weiteren Schritt ein spartenübergreifendes Portal zu eröffnen, über das dann auch Bestände aus Bibliotheken und Archiven gezeigt werden. «Damit werden die digitalen Museumsarchive mit den digitalen Literaturarchiven zusammengeführt.»
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