| Neuer Chef will Speyerer Museum umgestalten Gespräch: Isabell Scheuplein, dpa |
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| Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 05:09 Uhr | ||
Mit Sonderausstellungen zur Geschichte der Wikinger und der Samurai hat sich das Historische Museum der Pfalz auch überregional einen Namen gemacht. Der neue Chef will nun einiges anders machen.
Speyer (dpa/lrs) - Der neue Chef des Historischen Museums der Pfalz, Eckart Köhne, hat viel vor: Er will die Dauerausstellung des Speyerer Museums völlig neu gestalten. «Es wäre sehr schön, wenn es in den kommenden Jahren gelänge, damit eine durchlaufende Geschichte der Pfalz abzubilden», sagte Köhne am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Bisher seien die einzelnen Bereiche zu wenig miteinander vernetzt.
«Der Besucher muss sich die Informationen zur Zeit recht mühsam zusammenholen, einiges findet er dabei gar nicht», sagte Köhne. So seien etwa wichtige Abschnitte des Mittelalters nicht vorhanden. Der Speyerer Domschatz und das Weinmuseum hätten zwar großartige Ausstellungsstücke, seien aber nur lose mit den übrigen verbunden und müssten interessanter aufbereitet werden - auch, um für Touristen attraktiver zu werden.
Köhne ist seit Anfang Dezember im Amt, im August war er einstimmig vom Stiftungsrat des Museums gewählt worden. Der 44-jährige Archäologe war zuvor Direktor des Rheinischen Landesmuseums in Trier. Der bisherige Museumsdirektor Alexander Koch wechselte ans Deutsche Historische Museum in Berlin.
Köhne sagte, er freue sich auf seine Aufgaben als Museumsdirektor in Speyer: «An die überregional interessanten Ausstellungsprojekte, für die das Museum bekannt ist, anknüpfen zu können, das ist toll.» Auch freue er sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team des Museums, das er schon seit Jahren kenne. Köhne war bereits vor elf Jahren für eine Ausstellung in Speyer zur römischen Geschichte zuständig.
Bei den Sonderausstellungen wolle er wieder mehr auf pfälzische Themen setzen, sagte Köhne: «Das ist etwas aus dem Blick geraten in den letzten Jahren.» So wolle er sich an einer Reihe über das Adelsgeschlecht der Wittelsbacher beteiligen, zu der im übernächsten Jahr unter anderem in Mannheim und Edenkoben Ausstellungen geplant seien. Ende März 2012 wolle er seine Strategie für die nächsten Jahre präsentieren, kündigte Köhne an.
Angesichts des Sparzwangs in der Stadt, der Region und dem Land sei es besonders wichtig, dass die Ausstellungen der nächsten Zeit erfolgreich seien. Das Museum habe bisher etwa ein Drittel der Ausgaben selbst erwirtschaftet, das müsse mindestens so bleiben. Der Verwaltungshaushalt des Museum für das kommende Jahr sei mit 4,8 Millionen Euro geplant, zehn Prozent weniger als im laufenden Jahr.
«Ich will auch versuchen, mit einer längerfristigen Planung unserer Projekte früher um Unterstützung werben zu können», sagte der Museumsdirektor. «Wir wollen das Museum als Aushängeschild der Pfalz, das auch bundesweit die Aufmerksamkeit auf die Region lenkt, erhalten.»
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