| Viel Beifall für Lenks Skulpturenpark in Albstadt |
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| Mittwoch, 21. Dezember 2011 um 05:09 Uhr | ||
Albstadt (dpa/lsw) - Viel Beifall hat die jüngste Installation des Bodensee-Bildhauers Peter Lenk in Albstadt (Zollernalbkreis) ausgelöst. «Die Umfragen zeigen fast nur Zustimmung. Wir erhielten sehr viele positive Anrufe», sagte Stadtsprecher Michael Röck der Nachrichtenagentur dpa. Am Skulpturenpark sei immer was los, die Neugier sei groß. «Auch das bundesweite Medienecho freut uns.» Die vergangene Woche enthüllte Figurengruppe zeigt wenig schmeichelhafte Karikaturen der Grünen-Politiker Joschka Fischer und Claudia Roth sowie Stefan Mappus (CDU) und den Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin.
Als frisch geschlüpftes Krokodil «Schnappus» ist Baden-Württembergs Ex-Ministerpräsident Mappus dargestellt. «58 Jahre CDU-Regierungsmacht verzockt zu haben, ist auch denkmalwürdig», spottete der Satiriker. Ex-Außenminister Fischer modellierte der Bildhauer aus Bodman-Ludwigshafen mit großem Wendebauch, da er sich inzwischen den großen Konzernen andiene. Mit der Figurengruppe «Ausgrabungen» spielt Lenk auf die an archäologischen Fundstellen reiche Umgebung der Stadt auf der Schwäbischen Alb an. Der Vogel Strauss mit Frauenkörper und ein fetter Molch stünden für «prähistorische Versuche der Menschwerdung».
Zwei Jahre lang arbeitete der Bildhauer zusammen mit seiner Tochter Miriam an den Bronze-Plastiken, die in der neu gestalteten Oberen Vorstadt von Albstadt-Ebingen öffentlich zugänglich sind. Wie fast immer war das Thema seiner Arbeit bis zuletzt streng geheim: «Das wäre sonst niemals genehmigt worden», sagte Lenk. Bei der Skulpturengruppe handelt es sich um eine Auftragsarbeit der Stadt. Gut 160 000 Euro bezahlte Albstadt-Ebingen laut Röck für die Bildhauerarbeit. Und Lenks nächstes Projekt ist natürlich wieder streng geheim. Nur den Ort will er verraten: «Es wird in Emmingen-Liptingen stehen, und es wird zwölf Meter hoch sein.»
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